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Universität Graz Neuigkeiten Hochschulstrategie 2040: Österreichs Universitäten auf Zukunftskurs

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Freitag, 17.04.2026

Hochschulstrategie 2040: Österreichs Universitäten auf Zukunftskurs

In einem prunkvollen Saal mit rotem Teppich sitzen zwei Personen auf hohen Hockern an Stehtischen auf einer kleinen Bühne. Hinter ihnen steht eine große weiße Statue in einer reich verzierten Nische. Links und rechts der Bühne stehen Roll‑Up‑Banner der **Uni Graz** mit dem gelben Kreis und dem Slogan **„We work for tomorrow“**. Im Vordergrund sitzen mehrere Zuhörer*innen auf Stühlen und verfolgen die Veranstaltung, die wie ein Vortrag oder eine Podiumsdiskussion wirkt. ©Uni Graz/Angele

Der Hochschulforscher Martin Unger im Gespräch mit Moderatorin Alice Senarclens De Grancy. Foto: Uni Graz/Vilgut

Österreich zählt 77 Hochschulen und liegt damit über dem EU-Schnitt – ist das wirklich sinnvoll? Die neue Hochschulstrategie 2040 setzt auf Kooperation statt Zusammenlegung. Die Universität Graz spielt dabei als eine der sechs größten Unis in Österreich eine zentrale Rolle.

Österreichs Hochschullandschaft hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark weiterentwickelt. Gab es Anfang der 1990er-Jahre nur die öffentlichen Universitäten, können Studierende heute aus 77 Hochschulen wählen: 23 staatliche Universitäten, 19 Privatuniversitäten, 21 Fachhochschulen oder 14 Pädagogische Hochschulen. 

Nun hat die Regierung die Hochschulstrategie 2040 ins Leben gerufen. In acht Arbeitsgruppen arbeiten Vertreter:innen aus den Hochschulen zusammen mit externen Expert:innen an Visionen und Zielen, um den Hochschulraum Österreich fit für die Zukunft zu machen. „Dabei geht es darum, die Stärken einzelner Standorte gezielt weiterzuentwickeln und Doppelgleisigkeiten zu reduzieren“, erklärte Peter Riedler, Rektor der Universität Graz, bei der Informationsveranstaltung Uni.Talk am 16. April 2026 in der Aula der Uni Graz. 

Als Experte ist der Hochschulforscher Martin Unger Teil einer Arbeitsgruppe. Er beschäftigt sich mit internationalen Bildungsräumen und erklärte in einem Impulsvortrag, wo Österreich im internationalen Vergleich steht. Die Zahlen zeigen deutlich: Österreich bietet viele Möglichkeiten für ein Studium. „Umgerechnet auf die Bevölkerung haben wir 8,2 Hochschulen pro einer Million Einwohner:in“, erläuterte Unger. Damit liege Österreich über dem EU-Schnitt von 7,9 Hochschulen pro Million und deutlich über Ländern wie Deutschland, der Schweiz oder Schweden. 

Und der Blick auf die Studierendenzahlen offenbart noch etwas: Die Hälfte aller ordentlichen Studierenden verteilt sich auf nur sechs Universitäten, die Universität Graz ist eine davon. Betrachtet man alle Rechtsformen, sind 80 Prozent aller Studierenden an nur 20 Hochschulen eingeschrieben. „Wir haben sehr viele, teils stark spezialisierte Angebote, die sehr unterschiedlich finanziert werden“, sagte Unger beim Vortrag. Die größte Chance für Österreichs Hochschulen sieht Unger aber nicht in Zusammenlegungen, sondern in einer stärkeren Kooperation. Und der Hochschulraum Steiermark sei hier ein klares Vorbild. 

In einem großen, historischen Saal sitzen zahlreiche Personen auf roten Stühlen und hören aufmerksam einer Veranstaltung zu. Der Raum wirkt hell und repräsentativ, mit hohen Fenstern und bordeauxroten Vorhängen, weißen Wänden und Stuckverzierungen. An der rechten Wand hängen mehrere gerahmte Porträts. Die Teilnehmenden sind in Alltags‑ bis Businesskleidung gekleidet und schauen überwiegend nach vorne in Richtung einer nicht sichtbaren Bühne oder Redner*in. Auf dem Parkettboden sind zwischen den Stuhlreihen einzelne Taschen und Unterlagen zu sehen. ©Uni Graz/Angele
©Uni Graz/Angele
Die Aula der Universität Graz war beim Uni.Talk gut gefüllt Foto: Uni Graz/Vilgut
Drei Personen stehen in einem repräsentativen Innenraum mit rotem Teppich vor einem Roll‑Up‑Banner der Uni Graz. Auf dem Banner ist ein gelber Kreis und der Slogan „We work for tomorrow“ sowie die Webadresse www.uni-graz.at zu sehen. Links steht eine Person im grauen Anzug mit roter Krawatte, in der Mitte eine Person im dunklen, geblümten Kleid, die ein Folder oder Heft in der Hand hält, rechts eine Person in Jeans, Hemd und grauem Sakko. Im Hintergrund sind eine Holztür und verzierte Wandflächen zu erkennen. ©Uni Graz/Angele
©Uni Graz/Angele
Rektor Peter Riedler, Moderatorin Alice Senarclens De Grancy und Hochschulforscher Martin Unger. Foto: Uni Graz/Vilgut
Erstellt von Roman Vilgut

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