Zum dritten Mal verwandelte sich der Campus der Universität Graz in eine Open-Air-Bühne für Wissenschaft und Straßenkunst. Zwischen DJ-Sets, Baustellenführungen, Performances und Gesprächen mit Forscher:innen konnten die Besucher:innen erleben, wie vielfältig Wissenschaft sein kann und wie essenziell sie für ein gelungenes Zusammenleben ist.
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Peter Riedler, Rektor Universität Graz: „Die vergangenen Tage haben uns deutlich vor Augen geführt, wie herausfordernd die kommenden Monate für die Universitäten insgesamt werden könnten. Umso mehr freut es mich, dass wir dank der großzügigen Unterstützung unserer Sponsoren und mithilfe unserer Forschenden sowie unserer Partner und Partnerinnen heute einen weiteren Beweis für die gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung der Universitäten bringen können. Ein Fest in schwierigen Zeiten ist kein Widerspruch zur Ernsthaftigkeit der Lage. Im Gegenteil. Deshalb öffnen wir mit Uni Vibes die Universität für jede und jeden und zwar mit einem wissenschaftlichen und künstlerischen Programm in Kombination.“
Demokratie der Zukunft
Gemeinsam mit dem Künstler Lucas De Man gingen Wissenschaftler:innen der Universität Graz der Frage nach, wie Demokratie künftig gelebt werden kann und welche Rolle Wissenschaft dabei spielt. In einstündigen Führungen erfuhren die Besucher:innen, wie Forschung unser gesellschaftliches Zusammenleben innerhalb einer intakten Demokratie prägt.
Einen Blick auf den Campus von morgen bekamen die Gäste von Uni Vibes bei den Führungen zu den beiden großen Baustellen der Universität Graz. Nördlich vom Hauptgebäude der Universität Graz entsteht im Rahmen einer umfangreichen Renovierung das Haus der Bildungswissenschaften, die neue akademische Heimat für angehende Pädagog:innen. Einen beeindruckenden Anblick bieten auch die Stahl-Fachwerke, die inzwischen die Basis des zukünftigen Graz Center of Physics bilden. Hier werden die Physik-Institute der Universität Graz und der TU Graz ab 2030 Seite an Seite forschen.
Mitmach-Akrobatik
Fans der Straßenkunst kamen beim Auftritt der „THERE THERE Company“ ganz auf ihre Kosten. Ihre Gruppen-Choreografien entwickeln sich durch ein direktes Einbinden des Publikums in berührende Erlebnisse. Aus Zuschauen wurde Mitmachen, alle Anwesenden wurden selbst zum Teil der Performance.
Im historischen Lesesaal der Bibliothek verzauberte die Singer-Songwriterin Fraeulein Astrid das Publikum mit ihren Songs voller Emotion und leiser Auflehnung. Die Künstlerin überzeugte mit ihrem mehrstimmigen Gesang, elektronischen Sounds und ehrlichen Texten. Alle Tanzbegeisterten konnten sich von den Beats von DJs Uschi Ultra und Monique Fessl mitreißen lassen. Ihr Repertoire reichte von Vintage-Klängen bis zu Gabba und Techno.
Laut und fetzig wurde es schließlich beim Auftritt von MERAK im Innenhof des Uni-Hauptgebäudes. Das elfköpfige Orchester aus Frankreich verbindet Balkan-Klänge mit Hip-Hop-Beats und wird von fünf Tänzer:innen begleitet. Ein krönender Abschluss für „Uni Vibes“.