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Freitag, 04.11.2016

Gut gelaufen

UniGraz@Museum-Kustos Franz Stangl und Uni-Museen-Leiter Nikolaus Reisinger begrüßten Weltrekord-Sportlerin Edit Bérces. Foto: Uni Graz/Schicker

UniGraz@Museum-Kustos Franz Stangl und Uni-Museen-Leiter Nikolaus Reisinger begrüßten Weltrekord-Sportlerin Edit Bérces. Foto: Uni Graz/Schicker

Ultramarathon- und Weltrekord-Sportlerin Edit Bérces zu Gast im UniGraz@Museum

Höher, weiter, schneller – was Menschen schaffen können, demonstriert die aktuelle Sonderausstellung „Weltrekorde im Sport“ im UniGraz@Museum auf anschauliche Art und Weise. Besonders hautnahe und spannende Einblicke in die Extremsportart „Ultramarathon“ vermittelte die ungarische Weltrekordläuferin Dr. Edit Bérces am 3. November 2016 bei einem Science-Talk im UniGraz@Museum.

Zu den härtesten Bewerben des „Ultramarathon“ zählen 24-Stunden-Läufe, von denen Edit Bérces über 20 im Laufe ihrer Karriere erfolgreich absolviert hat. Darunter fällt ihr Weltrekord aus dem Jahr 2002 in Verona, bei dem sie mehr als 250 Kilometer innerhalb von 24 Stunden zurückgelegt hat. Eine weitere Steigerung bilden 48-Stunden-Läufe, wobei sie mit 369,7 Kilometer ihre persönliche Bestmarke gelaufen ist.

Ursprünglich sah Bérces ihre sportliche Zukunft im Triathlon. Ihre mittelmäßigen Radzeiten und ihre außergewöhnlichen Laufergebnisse ließen sie jedoch zum Ultramarathon wechseln. „Meine Konkurrentinnen witzelten über mich und rieten mir die Radstrecke doch ebenfalls zu laufen“ schmunzelte Edit Bérces im Gespräch mit dem Kustos des UniGraz@Museum, Franz Stangl.

Retrospektiv ist für die ehemalige Spitzensportlerin klar, dass die mentale Stärke zweifellos den entscheidenden Faktor beim Ultramarathon darstellt. Weder der Verlust von Fußnägeln, etwas das bei diesen enormen Distanzen nichts Außergewöhnliches darstellt, noch Zahnprobleme konnten Edit Bérces davon abhalten, bis ins Ziel zu laufen.

Die Ausstellung „Weltrekorde im Sport“, die SchülerInnen des BG/BRG Oeversee gemeinsam mit Studierenden der Sportwissenschaft in Zusammenarbeit mit dem UniGraz@Museum gestaltet haben, ist noch bis 31. Jänner 2017 zu sehen. http://unigraz-at-museum.uni-graz.at

Erstellt von Andreas Schweiger

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