Studieren an der Uni Graz: So klappt die Anmeldung

Gewichtige Gemeinschaft: die Schlüsselrolle von Bodenkrusten im Erdsystem

Sie stehen oft im Schatten der Pflanzenwelt: Flechten, Pilze, Moose und Bakterien, die auf Gesteinen und Bäumen oder als Bodenkrusten einzigartige Gemeinschaften bilden. Bettina Weber von der Uni Graz rückt dieses biologische Bündnis ins Rampenlicht der Forschung. Ihre Untersuchungen zeigen, dass diese Lebensgemeinschaften einen wesentlichen Bestandteil der kritischen Zone der Erde bilden und eine Schlüsselrolle bei den Wechselwirkungen zwischen Land und Atmosphäre spielen. Für ihre bahnbrechende Forschungsarbeit wurde Bettina Weber Anfang Mai von der europäischen Vereinigung der Geowissenschaften (European Geosciences Union) ausgezeichnet.

Erstes digitales Gedenkbuch aller Grazer NS-Opfer

Klara Brecher lebte mit ihrem Mann Ernst und Sohn Henry bis zum Herbst 1938 in Sichtweite zur Universität Graz. Dann warfen die Nationalsozialisten die jüdische Familie aus deren Wohnung am Geidorfgürtel 24. Während Henry den Nazi-Terror bei Verwandten in Zagreb überlebte, wurde das Ehepaar Brecher 1942 ins Vernichtungslager Sobibor in Polen deportiert und ermordet. 854 weitere Schicksale aller Grazer NS-Opfer fasst erstmals das digitale Gedenkbuch MEMOR zusammen.  Anlässlich des Gedenktags der Befreiung vom Nationalsozialismus am 8. Mai setzen Gerald Lamprecht, Leiter des Centrums für Jüdische Studien, und der Zeitgeschichte-Verein CLIO den Verfolgten und Ermordeten ein einzigartiges, virtuelles Denkmal.

Historische Wege: Was 1500 Seiten über Straßennamen in Graz erzählen

Die Stadt Graz präsentierte am 6. Mai 2026 erstmals eine vollständige Langfassung des Endberichts der Expert:innenkommission für Straßennamen. Auf mehr als 1500 Seiten wurden darin alle nach Personen benannten Verkehrsflächen wissenschaftlich aufgearbeitet und historisch eingeordnet. Das langjährige Forschungsprojekt der Universität Graz sowie des Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung erschließt insgesamt 738 personenbezogene Straßennamen.

Eurovision: Warum der Song Contest immer politisch ist

Der Eurovision Song Contest 2026 steht im Spannungsfeld von Musik, Geopolitik und Kultur. Josef Mühlbauer von der Universität Graz erklärt, warum der ESC immer ein Spiegel europäischer Politik war, wie das Groß-Ereignis kulturelle Nähe und gesellschaftlichen Wandel sichtbar macht.