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Universität Graz Neuigkeiten Wie war das Klima vor 100.000 Jahren? Chemiker untersucht Partikel im ewigen Eis

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Dienstag, 25.03.2025

Wie war das Klima vor 100.000 Jahren? Chemiker untersucht Partikel im ewigen Eis

David Clases

David Clases erhielt im Vorjahr einen ERC Starting Grant in der Höhe von 1,5 Millionen Euro. Foto: Uni Graz/Tzivanopoulos

Sie sind winzig klein, tragen aber eine große Geschichte in sich. Kleinste Staubteilchen, die seit Jahrtausenden an den Polkappen sowie in den Alpen im Eis eingeschlossen sind. Bis heute. Chemiker David Clases findet und analysiert sie mit einer eigens entwickelten Methode und hochsensiblen Geräten und kann mit den Informationen aus der Nano-Welt die Erdgeschichte rekonstruieren.

„Diese Partikel sind wichtige Indikatoren für zahlreiche natürliche Prozesse und erlauben Rückschlüsse auf reale Umwelt-Ereignisse wie etwa Vulkanausbrüche, Klimaveränderung und auch menschliche Einflüsse“, erklärt Clases. Um diese Analysen vorzutreiben, erhielt er im Vorjahr einen renommierten ERC Starting Grant in der Höhe von 1,5 Millionen Euro.
Wo die Forschung bislang an ihre Grenzen stießen, setzt der Uni-Graz-Wissenschaftler an. Rechtzeitig zum Projektstart dieser Tage haben er und sein Team das Verfahren noch genauer, noch zielgerichteter weiterentwickelt, damit selbst noch Spuren bis zu 10.000-mal kleiner als ein Sandkorn aufgespürt werden können: „So erhalten wir nun ein vollständigeres Bild und können zuerst einmal verstehen, welche Strukturen überhaupt vorliegen.“ David Clases ist zuversichtlich, dass schon in einigen Monaten erste Ergebnisse vorliegen werden.

Auszeichnung im Doppelpack

Motiviert wird er auch durch jüngst verliehene Auszeichnungen. Und das innerhalb weniger Wochen im Doppelpack. So teilte sich der Chemiker den Mattauch-Herzog-Förderpreis, dotiert mit 12.500 Euro, mit einem Wissenschaftler-Kollegen. Die Deutsche Gesellschaft für Massenspektrometrie würdigte damit herausragende Arbeiten. 
Davor zeichnete die Österreichische Gesellschaft für Analytische Chemie David Clases mit dem Feigl-Preis in der Höhe von 1500 Euro für wissenschaftliche Leistungen im Bereich der Analytischen Chemie aus.


⇒ Wer wie David Clases auf die Jagd chemischer Elemente gehen möchte, kann an der Uni Graz Chemie studieren. 

Erstellt von Andreas Schweiger

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Emissionen in Österreich 2025 gestiegen: Forschende der Uni Graz analysieren die Ursachen

Das Umweltbundesamt hat heute die Zahlen zu den Treibhausgasemissionen Österreichs 2025 veröffentlicht. Während in den Jahren 2022 bis 2024 der CO2-Ausstoß im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr stark gesunken ist, stieg er 2025 um knapp 0,7 Prozent wieder an. Forschende der Universität Graz haben analysiert, inwieweit dafür strukturelle Veränderungen in der Wirtschaft verantwortlich waren und welchen Anteil externe, kaum beeinflussbare Faktoren beigetragen haben. „2025 führte der im Vergleich zu 2024 kältere Winter zu einer Zunahme der Emissionen um 0,81 Prozent, die schwache Konjunktur hingegen ließ sie um 0,38 sinken. Rechnet man diese Einflüsse heraus, beobachten wir 2025 einen Anstieg um 0,26 Prozent relativ zum Vorjahr“, berichtet Volkswirt und Klimaökonom Karl Steininger. „Damit ist Österreich eindeutig nicht am richtigen Kurs, um seine Klimaziele – eine signifikante Emissionsminderung bis 2030 – zu erreichen“, so der Forscher.

Wüstensand, Mikroplastik, Krebszellen: David Clases erhält ERC-Grant für Analyse-Methode

Im Pol-Eis eingeschlossene Nano-Teilchen können viel über das Klima vor 100.000 Jahren verraten. Chemiker David Clases entwickelt einzigartige Verfahren, um sie bis ins Detail zu bestimmen. Diese wird er nun für größere Partikel nutzbar machen, um noch mehr Informationen aus der Erdgeschichte zu erhalten. Die Methode kann für vielfältige weitere Zwecke eingesetzt werden – beispielsweise für die medizinische Diagnostik oder die Untersuchung von Umweltbelastungen. Clases wurde dafür vom Europäischen Forschungsrat ERC mit einem Proof-of-Concept-Grant ausgezeichnet.

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