„Wenn ich mit sozialen Medien in der Schule arbeite, muss ich unbedingt wissen, wie instagram und Co. funktionieren“, betont Elke Lackner. Auch wenn vielfach das Schulbuch die Richtschnur für den Unterricht vorgebe, werden immer mehr Online-Tools als Ergänzung eingesetzt. Ideal wäre aus Sicht der Assistenzprofessorin für Mediendidaktik und Sprachendidaktik an der Uni Graz ein digitales, modulares Schulbuch, mit dem sich Lehrer:innen die Inhalte selbst zusammenstellen könnten.
Stärker im Kommen sei derzeit Virtual Reality, „weil sie alle Sinne berührt“, begründet Elke Lackner. Insgesamt stehen auf den digitalen Plattformen Fotos und Filme im Mittelpunkt. Daraus erklärt sich auch Lackner wissenschaftlicher Schwerpunkt: „Für das Verständnis der Bilder braucht es die Sprache, um Zusammenhänge zu erklären sowie notwendige Fragen zu stellen.“ Dieses Wissen schaffe die Voraussetzung, um schließlich Lernsettings für die einzelnen Fächer zu entwerfen.
Erstes Meeting in Österreich
Großen Bedarf in der mediendidaktischen Forschung verortet Elke Lackner beim Thema KI. „Es fehlt vor allem an verlässlichen Studien.“ Wie diese empirische Lücke geschlossen werden kann, will unter anderem eine Tagung am 3. und 4. September 2026 an der Universität Graz beleuchten: Der Arbeitskreis Mediendidaktik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft trifft zum ersten Mal in Österreich zusammen.
Expert:innen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich werden sich zum Beispiel damit auseinandersetzen, wie KI im Schreibprozess verwendet werden kann oder wie sich Fake News auf einer Lernplattform erkennen lassen.
Digitale Bildung steht zusätzlich bei der Future Education Conference im Mittelpunkt, die im Vorfeld vom 1. bis 3. September 2026 ebenfalls an der Uni Graz sowie enger Verschränkung mit der Tagung der Mediendidaktiker:innen stattfindet.
Lehramtsstudium
Diese und weitere Erkenntnisse fließen in Folge direkt ins Studium, damit an künftige Lehrer:innen, die an der Universität Graz in mehr als 20 Unterrichtsfächern ausgebildet werden. Mit dem aktuellen Wintersemester 2026/2027 dauert das entsprechende Bachelorstudium sechs statt acht Semester, das daran anschließende Masterstudium weiterhin vier Semester.