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Universität Graz Neuigkeiten Versteckt verseucht: Warum die Rebzikade den Weinbau bedroht

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Donnerstag, 31.07.2025

Versteckt verseucht: Warum die Rebzikade den Weinbau bedroht

zwei Amerikanische Rebzikaden auf der Unterseite eines Weinblattes

Die Amerikanische Rebzikade saugt an Weinstöcken. Das allein schadet den Pflanzen nicht. Sie kann dabei aber die Erreger der Goldgelben Vergilbung aufnehmen und verbreiten. Foto: Gernot Kunz

Die Ausbreitung der Amerikanischen Rebzikade macht in der Steiermark Schlagzeilen. Die Sorgen der Weinbaubetriebe sind berechtigt, beurteilt Uni-Graz-Biologe Gernot Kunz.

Immer mehr Weinstöcke sind in der Steiermark von der Goldgelben Vergilbung befallen. Die Blätter verändern ihre Farbe und ringeln sich ein, die Beeren schrumpfen und reifen nicht aus. “Die einzige Möglichkeit zur Bekämpfung der Krankheit ist die Rodung”, bestätigt Biologe Gernot Kunz. Verbreitet wird die bakterielle Infektion ausschließlich durch die Amerikanische Rebzikade, die sich gerade bei uns ausbreitet. “Die Tiere nehmen die Erreger beim Saugen an einem infizierten Rebstock auf und stecken nach einer Inkubationszeit von drei bis vier Wochen weitere Stöcke an”, schildert der Forscher. Das Tückische dabei: Pflanzen können schon Jahre, bevor sie Symptome zeigen, die Krankheit in sich tragen. Das Ausmaß der drohenden Seuche ist also noch schwer abschätzbar.

Alte Bekannte
Die fünf bis sechs Millimeter großen Zwergzikaden sind gar nicht so neu in der Steiermark. Bereits 2004 wurden sie in Klöch nachgewiesen. “Dort dauerte es rund zehn Jahre, bis die ersten Schäden auftraten”, berichtet Kunz. In Graz sichtete der Biologe das Tier erstmals 2019. “Die hohe Individuendichte in Privatgärten und aufgelassenen Weingärten ist hier mit Sicherheit ein Problem”, mahnt er.

Abhilfe
Gegenmaßnahmen gibt es, aber nur beschränkt: “Mit Expertise kann man die erwachsenen Tiere durch künstliche Lichtquellen in warmen Sommernächten anlocken und entfernen”, beschreibt der Forscher. Da die Insekten im Flug weite Strecken zurücklegen können, kommen sie allerdings immer wieder.

Erstellt von Dagmar Eklaude

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