Die ersten Lebensjahre entscheiden mit, wie gut sich ein Kind später in der Schule und im Leben zurechtfindet. Der Besuch einer Krippe und eines Kindergartens ist daher für die meisten Familien eine Selbstverständlichkeit. Die Kleinen profitieren dabei enorm von der Interaktion mit Gleichaltrigen aus anderen Familiensystemen. Besonders wichtig ist dabei auch die Begleitung durch gut ausgebildete pädagogische Fachkräfte. Und die Universität Graz ist seit Jahrzehnten führend in der Forschung sowie in der Ausbildung im Bereich Elementarpädagogik.
Mit Unterstützung der Friedrich-Flick-Förderungsstiftung sollen die Erkenntnisse aus der Wissenschaft nun stärker in die Arbeit in den Kindergärten und -krippen einfließen. Die Professur für „Praxis, Forschung und Transfer im Elementarbereich“ zielt darauf ab, die wissenschaftliche Forschung mit elementarpädagogischer Praxis zu verbinden. Sie wird für vier Jahre finanziert.
Forschung für den Alltag mit Kindern
„Die neue Professur ist ein wichtiger Schritt für unsere Kinder“, sagt Catherine Walter-Laager, Vizerektorin für Lehre der Universität Graz und Leiterin des Internationales Zentrum für Professionalisierung der Elementarpädagogik, kurz PEP. „Wir sorgen damit dafür, dass die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Elementarpädagogik dort ankommen, wo sie einen echten Unterschied machen: bei den Fachkräften.“
Eine zentrale Aufgabe der Professur ist die Entwicklung von Methoden und Strategien, um Forschungsergebnisse direkt in den pädagogischen Alltag zu bringen. Betreuungseinrichtungen sollen dabei unterstützt werden, innovative Ansätze in ihr Angebot und ihre Strukturen zu integrieren. Angesiedelt wird die Professur am PEP, der größten Forschungseinrichtung in diesem Spezialgebiet im deutschsprachigen Raum mit Standorten in Graz und Berlin.
Wer wissen will, wie Bildung, Entwicklung und Gesellschaft zusammenwirken, findet an der Universität Graz vielfältige Studienmöglichkeiten in diesem Bereich.