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Donnerstag, 07.11.2013

Schwarz auf weiß

Ausgezeichnetes Qualitätsmanagement: Jon Haakstad, Vorsitzender des GutachterInnen-Teams, FINHEEC-Vorsitzende Riitta Pyykkö, Rektorin Christa Neuper und Andreas Raggautz, Leiter des Leistungs- und Qualitätsmanagements der Uni Graz (v.l.)

Ausgezeichnetes Qualitätsmanagement: Jon Haakstad, Vorsitzender des GutachterInnen-Teams, FINHEEC-Vorsitzende Riitta Pyykkö, Rektorin Christa Neuper und Andreas Raggautz, Leiter des Leistungs- und Qualitätsmanagements der Uni Graz (v.l.)

Uni Graz mit Top-Gütesiegel für hohen Qualitätsstandard ausgezeichnet

Neuland betrat die Karl-Franzens-Universität Graz: Die größte steirische Hochschule führte erstmals ein umfassendes, grenzüberschreitendes Audit ihres Qualitätsmanagementsystems durch. Die finnische Agentur FINHEEC nahm die Uni Graz in allen Bereichen – von Forschung über Studium bis hin zur gesellschaftlichen Entwicklung – unter die Lupe und bestätigte das hohe Niveau des Qualitätsmanagementsystems. Am 6. November 2013 erhielt die Uni Graz für die erfolgreiche Einhaltung der internationalen Kriterien das renommierte Gütesiegel der Agentur ohne Auflagen für die kommenden sieben Jahre.

Die Uni Graz entspricht mit ihren Initiativen zur Qualitätssicherung und -entwicklung in Forschung, Lehre, Internationalisierung und gesellschaftlichem Auftrag den geforderten Prinzipien und erfüllt die Grundsätze für Qualitätsmanagement europäischer Hochschulen. Zu diesem Schluss kommt das Finnish Higher Education Evaluation Council (FINHEEC) und stellt der Karl-Franzens-Universität das zertifizierte Gütesiegel bis 2020 aus. „Die Universität hat ein umfassendes und benutzerfreundliches System zur Qualitätssicherung entwickelt“, heißt es im ExpertInnen-Bericht.

„Das ist eine positive Bestätigung der Maßnahmen und zugleich Auftrag, die Qualität ständig weiterzuentwickeln und zu verbessern“, freut sich Rektorin Christa Neuper über das Ergebnis des Audits. „Wir verfügen mit dem Blick von außen über eine objektive Beurteilung unserer Leistungen im Rahmen europäischer Standards“, so Neuper.
Die Uni Graz genießt damit nicht nur in Österreich, sondern europaweit Vorbildcharakter Denn die Hochschule hatte als eine der ersten europäischen Universitäten zur Durchführung des Quality Audits eine ausländische Agentur ausgewählt. Neben der Feststellung der Qualität wird – entsprechend dem Bologna-Prozess – ein Zeichen sowohl für die europäische Dimension der Hochschulbildung als auch für einen vielversprechenden Prozess der Weiterentwicklung der Universitäten gesetzt.

Die Ergebnisse
Das international zusammengesetzte GutachterInnen-Team hatte in der ersten Jahreshälfte 2013 auf Basis eines Selbstberichtes der Universität die Funktionalität und Verankerung des Systems sowie Qualitätsentwicklung und -sicherung in allen universitären Bereichen einer sorgfältigen Prüfung unterzogen. Nun liegt der insgesamt 90-seitige Report vor, der der Universität ein gutes Zeugnis ausstellt:

  • Das Qualitätsmanagement an der Uni Graz ist von einem starken Bekenntnis zur Verbesserung geprägt.
  • Das Qualitätsmanagementsystem ist eng mit der Strategie sowie den Entwicklungsplänen verschränkt.
  • Die Universität hat ein umfassendes und benutzerfreundliches System entwickelt, um Daten zu sammeln und darzustellen. Unter breiter Einbindung der WissenschafterInnen werden Führungsebene und Stakeholder mit Informationen versorgt.


Das Gutachten enthält auch Empfehlungen. Unter anderem wird vorgeschlagen, die Qualitätssicherung im Bereich der Lehre auszubauen sowie verstärkt qualitative Indikatoren zu erarbeiten.

Die Uni Graz kommt mit dem durchgeführten Audit auch einem gesetzlichen Auftrag nach: Denn die Implementierung eines Qualitätsmanagementsystems gehört zu den Aufgaben einer autonomen Universität. Die Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems ist im Hochschul-Qualitätssicherungsgesetz festgeschrieben.

Erstellt von Andreas Schweiger

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