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Universität Graz Neuigkeiten Schlangen-Alarm

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Montag, 23.08.2021

Schlangen-Alarm

Das Warnsignal der Klapperschlangen haben BiologInnen der Universität Graz entschlüsselt. Foto: Uni Graz

Das Warnsignal der Klapperschlangen haben BiologInnen der Universität Graz entschlüsselt. Foto: Uni Graz

ForscherInnen der Universität Graz entschlüsseln Klapper-Signale

Entkommene Nattern und Vipern, die an vermeintlich sicheren Orten plötzlich zubeißen, haben diesen Sommer für Schlagzeilen gesorgt. Die Klapperschlange hingegen warnt rechtzeitig mit einem ausgeklügelten Geräuschmuster vor ihrer Anwesenheit. Wie BiologInnen der Universität Graz herausgefunden haben, enthält das Signal allerdings mehr Informationen als ursprünglich gedacht: Je näher ein potenzieller Feind – etwa ein großes Säugetier – an das Reptil herankommt, desto rascher wird das Klappern. Ab einer bedrohlich geringen Distanz ändert die Schlange plötzlich ihre Strategie und schwenkt auf hochfrequentes Rasseln um. „Das ist ein guter Trick, der die herannahenden Tiere die Entfernung unterschätzen lässt“, hat Boris Chagnaud vom Institut für Biologie, zusammen mit KollegInnen der TU und der LMU München herausgefunden. Die Erkenntnisse wurden kürzlich im Journal „Current Biology“ veröffentlicht.

Warn-Signal der Klapperschlange

„Das Klappern der Schlangen entwickelte sich parallel zur Geräuschwahrnehmung großer Säugetiere, die versehentlich auf die gut getarnten Reptilien steigen und diese töten oder zumindest zu einem Giftbiss drängen könnten“, erklärt der Forscher. Seine Untersuchungen, in denen er Versuchspersonen in einer virtuellen Realität unterschiedliche Muster an Warngeräuschen präsentierte, bestätigen diese Annahme. „Durch den Wechsel in das unerwartet hohe Rasseln unterschätzten die ProbandInnen eher die Entfernung zur Schlange“, ergänzt Chagnaud. Wie lange die Tiere mit ihrer Strategie noch gut fahren, ist dahingestellt: „Es mehren sich Beobachtungen, dass manche Klapperschlangen keine Geräusche mehr machen, um nicht von Menschen geortet und getötet zu werden“, berichtet der Biologe.

Erstellt von Dagmar Eklaude

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