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Universität Graz Neuigkeiten Offene Türen für Open Science: Psychologie-Quartett initiiert Forum zu Forschungspraxis

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Dienstag, 26.05.2026

Offene Türen für Open Science: Psychologie-Quartett initiiert Forum zu Forschungspraxis

Vier junge Erwachsene stehen auf herbstbedecktem Boden zwischen modernen Gebäuden; sie tragen Jacken, Pullover, Kleid, Rock und Stiefel.

Der Research Careers Campus fördert die Open-Science-Initiative der vier Psycholog:innen Živa Korda, Hilmar Brohmer, Gabriela Hofer und Carmen Pizka (v. l.) Foto: Uni Graz/Schweiger

Wissenschaftliche Ergebnisse, die für alle kostenlos, frei und transparent nachvollziehbar sind. Die Vorteile von Open Science liegen auf der Hand. Und trotzdem herrscht unter vielen Wissenschaftler:innen noch Unsicherheit und Skepsis. Diese will eine Team junger Forscher:innen an der Uni Graz – die Graz Open Science Initiative (GOSI) – nicht nur ausräumen. Es will den Finger auch auf Schwächen und Vorbehalte legen sowie ein Forum für Interessierte schaffen. Ein Projekt des Research Careers Campus fördert die Initiative der vier Psycholog:innen.

„Es geht uns nicht um die Infrastruktur von Open Science“, erklärt Živa Korda. Im Mittelpunkt steht vielmehr der soziale Aspekt: „Wir wollen die positiven, aber auch problematischen Seiten der Anwendung thematisieren. Wie überall in der Wissenschaft, ist der kritische Blick wichtig.“ Obwohl die Methode zur Veröffentlichung von Ergebnissen generell weit verbreitet und anerkannt ist, stößt das Teilen von Daten und Forschungsmaterialien nach wie vor auf Bedenken und Barrieren. „Vor allem gibt es bei den Disziplinen unterschiedliche Umsetzung und Sichtweisen“, weiß Gabriela Hofer. 
Sie arbeitet gemeinsam mit Hilmar Brohmer in GOSI seit der Gründung 2018 zusammen, um den Austausch über „offene Wissenschaft“ zu fördern.

Transparenz

Vor einem halben Jahr hat sich Carmen Pizka der Gruppe angeschlossen. „Gerade für junge Forscher:innen tun sich mit Open Science viele Chancen auf. Begrenzte Ressourcen oder unklare Prozesse bilden oft Hürden zu Beginn der Forschungskarriere“, weiß die Psychologie-Doktorandin. „Bei unseren Events darüber offen zu sprechen und Problemlösungen zu diskutieren, schafft eine bessere Fehlerkultur.“
Dass zudem schlechte Wissenschaft öffentlich werden kann, räumt Hilmar Brohmer ein: „Open Science kann nicht alles.“ Unumstritten ist aber: „Es schafft Transparenz. Man kann besser nachvollziehen, wie Ergebnisse und Studien zustande gekommen sind.“

Award für Projekt

Was als Initiative von Psycholog:innen der Uni Graz begonnen hat, will das Projekt „From Principles to Practice: Fostering Open Science at Graz“ nun weiter fassen und in Folge die Forschungskultur und -praxis mitgestalten. Dafür stellt der Research Careers Campus im Rahmen der Research Culture and Integrity Ambassador Grants eine finanzielle Förderung zur Verfügung. 
In den kommenden eineinhalb Jahren sind Veranstaltungen wie ReproducibiliTea-Journal-Clubs, Open Science Days, Hackathons und Workshops geplant. GOSI will den Dialog zwischen Wissenschaftler:innen aller Fächer an allen Grazer Universitäten anstoßen und eine breite Community schaffen, um auch voneinander zu lernen. Forschungsmanager:innen sind ebenfalls willkommen. 
Ein speziell geschaffener Award für Doktorand:innen an der Doktoratsschule für Psychologie, den das Projekt ebenfalls unterstützt, soll das Bewusstsein bereits zu Beginn der Karriere schärfen und würdigen. „Open Doors for Open Science“, bringt Gabriela Hofer die Aktivitäten auf den Punkt.

Open Science Day

Am 12. Juni 2026 gibt es dazu an der Uni Graz den „Open Science Day“. Dieser Tag bietet Forschenden und Studierenden die Möglichkeit, sich über Open-Science-Praktiken zu informieren und sich mit Expert:innen in diesem Bereich sowie anderen Interessierten über Disziplinen, Karrierestufen und institutionelle Rollen hinweg auszutauschen. Anmeldungen sind bis 5. Juni 2026 möglich. Link: survey.uni-graz.at/index.php/369758

⇒ Über Graz Open Science Initiative (GOSI) mehr erfahren

Erstellt von Andreas Schweiger

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Emissionen in Österreich 2025 gestiegen: Forschende der Uni Graz analysieren die Ursachen

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