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Universität Graz Neuigkeiten Leben im All

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Dienstag, 10.03.2020

Leben im All

Gibt es Leben abseits der Erde? PhysikerInnen der Universität Graz halten das für wahrscheinlich. Foto: Pixabay

Gibt es Leben abseits der Erde? PhysikerInnen der Universität Graz halten das für wahrscheinlich. Foto: Pixabay

PhysikerInnen der Universität Graz weisen günstige Bedingungen auf Exoplanet nach

Bekommen wir einmal Besuch von Aliens? Das können die ForscherInnen der Universität Graz nicht vorhersagen. Aber das Team rund um Arnold Hanslmeier vom Institut für Physik wies nach, dass Leben außerhalb unseres Sonnensystems möglich ist. Zumindest der erdnächste Exoplanet Proxima Centauri b, der den Stern Proxima Centauri als „Sonne“ umkreist, ist für Mikroorganismen bewohnbar. Ausschlaggebend dafür ist ein ausreichender Schutz vor schädlicher UV-Strahlung.
„Diese Strahlung ist ein wesentlicher Faktor, der Leben, wie wir es kennen, auf der Oberfläche von Planeten beeinflusst“, fasst Hanslmeier zusammen. Unterschiedliche Wellenlängen des ultravioletten Lichts werden von der Atmosphäre eines Himmelskörpers verschieden stark absorbiert. Die Grazer PhysikerInnen haben die Auswirkungen der Strahlung unter mehreren Bedingungen für den Planeten Proxima Centauri b berechnet. Selbst in einem Worst-Case-Szenario – ohne UV-Schutz durch eine Atmosphäre und während einer starken Strahleneruption des zentralen Sterns – könnte ein Teil der Mikroorganismen weiterhin existieren. „Unsere Studie zeigt, dass bestimmte Organismen mit wesentlich extremeren Bedingungen zurechtkommen können, als wir sie auf der Erde finden“, beschreibt Hanslmeier. Das bedeutet auch, dass Leben auf anderen Exoplaneten wahrscheinlicher ist, als bisher angenommen. Die Chance für uns Menschen, mit Aliens Kontakt aufzunehmen, bleibt allerdings gering: „Die Reise zu Proxima Centauri b würde mit modernster Raumflugtechnik etwa 6000 Jahre dauern“, rechnet der Astrophysiker vor.

Die Forschungsergebnisse wurden kürzlich in den Monthly Notices of the Royal Academy of Sciences veröffentlicht.

 

Erstellt von Dagmar Eklaude

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