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Universität Graz Neuigkeiten Die Welt als Hörsaal

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Freitag, 11.04.2014

Die Welt als Hörsaal

Uni Graz setzt auf offene Kurse im Netz und auf Moodle

Ausgewählte Vorlesungen für die breite Öffentlichkeit zugänglich – rund um die Uhr und ortsunabhängig: Bereits Ende 2013 startete die Karl-Franzens-Universität Graz gemeinsam mit der TU Graz eine österreichweit einzigartige „MOOCs“-Initiative. MOOCs, das steht für Massive Open Online Courses, boomen vor allem an Eliteuniversitäten wie Harvard oder Stanford. Vorlesungen mit mehreren zehntausend TeilnehmerInnen werden über das Internet angeboten; die Lernerfolge schrittweise mit einem Zertifikat bestätigt. Wissbegierige können so kostenlos Online-Kurse verschiedener Universitäten verfolgen.

Auf der steirischen Plattform „iMooX“, die bereits mehr als 2000 registrierte NutzerInnen verzeichnet, laufen seit März drei Kurse, die von der Uni Graz und der TU angeboten werden. Die Vorteile sind: Die Online-Vorlesungen können auch außerhalb der Kurszeiten konsumiert werden und die Lerninhalte stehen alle unter einer Creative Commons Linzenz und garantieren somit eine rechtlich einwandfreie Wiedergabe und Weitergabe der Medien. Betreut wird das Projekt an der Uni Graz von Dr. Michael Kopp von der Akademie für Neue Medien und Wissenstransfer. Dr. Martin Ebner betreut „iMoox“ an der TU Graz. In den nächsten Monaten soll die Plattform um viele weitere Vorlesungen ausgebaut werden. Ab Herbst sind Kurse zu „Nutzen und Gefahren von Social Medie“, „Physik in der Unterstufe“, „Offene Bildungsressourcen“, „Informatik in der Schule“ und zu „Englischen Fachbegriffen in der Chemie“ geplant. Online verwirklicht werden können beinahe alle Lehrveranstaltungen; Kopp und Ebner sind ständig auf der Suche nach WissenschafterInnen, die ihr Wissen über MOOCs verbreiten wollen.


Moodle
Erfolgreich an der Uni Graz etabliert hat sich die Lehrplattform moodle: Lehrende können über dieses Werkzeug mit den Studierenden ihrer Lehrveranstaltung kommunizieren, Aufgaben verteilen und Dokumente anbieten und austauchen. Zusätzlich ermöglicht die interaktive Plattform auch das Einrichten von Wikis, Foren und Prüfungen. Die Uni-IT berät bei beim Aufbau einer Einheit in moodle.

Rückfragen von iMooX
Dr. Michael Kopp
Akademie für neue Medien und Wissenstransfer
Tel.: 380 – 1062
E-Mail: michael.kopp(at)uni-graz.at  

Erstellt von Konstantinos Tzivanopoulos

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Hochkarätige und hochdotierte Förderungen der EU konnten zwei Wissenschaftlerinnen der Universität Graz an Land ziehen. Starting Grants des European Research Council (ERC) in Höhe von jeweils 1,5 Millionen Euro gehen an die Humangeografin Heide Bruckner sowie die Sozialwissenschaftlerin Silvana Weiss.

Emissionen in Österreich 2025 gestiegen: Forschende der Uni Graz analysieren die Ursachen

Das Umweltbundesamt hat heute die Zahlen zu den Treibhausgasemissionen Österreichs 2025 veröffentlicht. Während in den Jahren 2022 bis 2024 der CO2-Ausstoß im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr stark gesunken ist, stieg er 2025 um knapp 0,7 Prozent wieder an. Forschende der Universität Graz haben analysiert, inwieweit dafür strukturelle Veränderungen in der Wirtschaft verantwortlich waren und welchen Anteil externe, kaum beeinflussbare Faktoren beigetragen haben. „2025 führte der im Vergleich zu 2024 kältere Winter zu einer Zunahme der Emissionen um 0,81 Prozent, die schwache Konjunktur hingegen ließ sie um 0,38 sinken. Rechnet man diese Einflüsse heraus, beobachten wir 2025 einen Anstieg um 0,26 Prozent relativ zum Vorjahr“, berichtet Volkswirt und Klimaökonom Karl Steininger. „Damit ist Österreich eindeutig nicht am richtigen Kurs, um seine Klimaziele – eine signifikante Emissionsminderung bis 2030 – zu erreichen“, so der Forscher.

Elektrisierend: Forschende filmen die ersten Augenblicke auf dem Weg von Licht zu Strom

Physikern der Universität Graz ist gemeinsam mit Kolleg:innen der Universität Marburg und des Forschungszentrums Jülich ein wissenschaftlicher Durchbruch gelungen. Erstmals konnte die Geburt von elektrischer Energie aus Licht gefilmt und theoretisch beschrieben werden. Die Arbeit ist von weitreichender Bedeutung, unter anderem für die Optimierung nachhaltiger Energiegewinnung aus Photovoltaik. Denn sie liefert fundamentale Bausteine für das Verständnis der physikalischen Prozesse, wie sie etwa in organischen Solarzellen stattfinden. Das Paper wurde in der Fachzeitschrift Physical Review X, einem der weltweit renommiertesten Journale für Physik, publiziert.

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