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Universität Graz Neuigkeiten Die Spannung steigt

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Dienstag, 12.11.2013

Die Spannung steigt

Die Wahl zum Wort und Unwort des Jahres läuft auch Hochtouren. Bis 2. Dezember kann noch abgestimmt werden

Die Wahl zum Wort und Unwort des Jahres läuft auch Hochtouren. Bis 2. Dezember kann noch abgestimmt werden

Die Uni Graz sucht wieder nach dem Wort des Jahres. Die Wahl hat begonnen

Es ist wieder so weit: die Uni Graz sucht das Wort und Unwort des Jahres. Bei der Vorwahl bis 4. November konnten die ÖsterreicherInnen ihre Favoriten auf den Server des Grazer Sprachforschers Ass.-Prof. Dr. Rudolf Muhr von der Forschungsstelle Österreichisches Deutsch an der Uni Graz eintragen. Unter allen Einsendungen wählte dann die Jury KandidatInnenwörter aus den Kategorien „Wort“, „Unwort“ und „Jugendwort“ potenzielle SiegerInnen aus, die zur eigentlichen Wahl bis zum 2. Dezember bereit stehen. Am 5. Dezember werden die Ergebnisse dann über die APA bekannt gegeben.

Nach einem etwas holprigen Start, laufen die Server von Rudolf Muhr heiß. „Wir stehen bereits bei 11.000 Stimmen“, freut sich der Linguist und Experte für Österreichisches Deutsch. Bereits seit 1999 sucht er jährlich in Kooperation mit der APA nach den Wort und Unwort des Jahres. Dazu kommen noch der Spruch des Jahres und Unspruch sowie seit 2010 der Jugendspruch. Für den Jugendspruch können alle unter 25-Jährigen mitstimmen. 

Muhr versucht mit dieser Aktion die Menschen auf Sprache vor ihrer Haustür, in ihrer Umgebung und vor allem in der Gesellschaft, in der sie leben, zu sensibilisieren. Weshalb ist die Kür zum Wort und Unwort des Jahres für die ÖsterreicherInnen so wichtig? „Durch diese Aktion wird klar, dass wir ein eigenes Land sind und eigene soziale und sprachliche Gegebenheiten haben und die werden hier mit dem Wort des Jahres abgebildet“, antwortet Muhr. Diese Initiative, so der Wissenschafter, fördere auch die Diskussion um den Sprachgebrauch. „Ab und zu kommen auch Wörter zum Vorschein, die unbekannt sind und die dann von den Leuten nachgeschlagen werden.“ 

 

 

Die KandidatInnenwörter für die Wahl 2013: 

  • Wort des Jahres: enkelfit, frankschämen, Inserator, Lauschangriff, Rekordhitze, Sumsigate, Lunfthunderter, Wahlfahrt, Werte, Zwei-Päpste-Jahr 
  • Unwort des Jahres: Arbeitszeit-Flexibilisierung, Begegnungszone, Betriebsübergang, Echtzeitmessung, ergebnisoffen, Heimreisezertifikat, inländerfreundlich, lecker, Reformpartnerschaft, Türnotbetätigung
  • Jugendwort: chüün, Duckface, Komasutra, Oeda, ranzig, whatsappen, YOLO

Bis 2. Dezember läuft die Wahl noch unter http://www.oewort.at 

 

 

Schimpfen und Fluchen in Österreich

Parallel zur Wahl forscht der Germanist aktuell zu „Schimpfwörtern“ im österreichischen Sprachgebrauch. Dazu hat Muhr eine Internet-Umfrage initiiert, um diesen Sprachschatz zu erheben. Zur Umfrage geht es hier http://bit.ly/HBR7rd 

Erstellt von Konstantinos Tzivsnopoulos

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