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Universität Graz Neuigkeiten Den Klimawandel bewältigen

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Montag, 31.03.2014

Den Klimawandel bewältigen

Auf welche Wetter-Ereignisse wir uns einstellen müssen und wie die Landwirtschaft mit Starkregen und Dürre umgehen soll, klärt ein neues Doktoratskolleg an der Uni Graz. Andreas Hermsdorf/pixelio.de

Neues Doktoratskolleg an der Universität Graz entwickelt effiziente Strategien

Wie schnell wird es wärmer? Auf welche Wetter-Ereignisse müssen wir uns einstellen? Wie soll die Landwirtschaft auf Hagel oder Dürre reagieren? Dass der Mensch entscheidend zum Klimawandel beiträgt, steht fest. Die längerfristigen Entwicklungen und möglichen Folgen sind hingegen von großen Unsicherheiten geprägt. Die Konsequenzen der Veränderungen besser zu verstehen, ist ein Ziel des neuen interdisziplinären Doktoratskollegs „Klimawandel – Unsicherheiten, Schwellenwerte und Strategien“ an der Uni Graz, das vom Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF mit  rund 2,2 Millionen Euro gefördert wird.

In der ersten Phase erhalten 16 DissertantInnen die Möglichkeit, eine adäquat bezahlte wissenschaftliche Karriere in einem qualitativ hochwertigen Umfeld voranzutreiben. Sie sollen beispielsweise jene Schwellenwerte herausfinden, die die Funktion von ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Systemen gefährden. „Damit sollen klare Grenzen für den Fortbestand unserer Umwelt und Gesellschaft gefunden werden, die auch das Wohlergehen der Menschen rund um den Globus garantieren“, präzisiert der Philosoph und Klimaethiker Univ.-Prof. Dr. Lukas Meyer, Sprecher des Kollegs.

Im Mittelpunkt der Dissertationsprojekte steht weiters die Frage, was wissenschaftlich fundierte, technologisch und institutionell machbare, wirtschaftlich effiziente und ethisch vertretbare Strategien zur Reaktion auf den Klimawandel sind. „Antworten darauf sind anspruchsvoll, da wir sehr fächerübergreifend arbeiten und viele AkteurInnen berücksichtigen müssen“, betont der Physiker und Klimaforscher Univ.-Prof. Dr. Gottfried Kirchengast, Ko-Sprecher des Doktoratskollegs. Es arbeiten verschiedene Zweige, nämlich Philosophie, Systemwissenschaften, Ökonomie, Geowissenschaften, Meteorologie und Klimaforschung, zusammen.

Das Ausbildungsprogramm wird von elf ProfessorInnen und ihren Teams aus vier Fakultäten getragen und ist Teil des Forschungsschwerpunkts „Umwelt und Globaler Wandel“. Das Kolleg startet in diesem Semester und wurde für vier Jahre bewilligt. Nach entsprechender Evaluierung kann die Laufzeit auf bis zu zwölf Jahre verlängert werden.

Erstellt von Dagmar Eklaude

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Emissionen in Österreich 2025 gestiegen: Forschende der Uni Graz analysieren die Ursachen

Das Umweltbundesamt hat heute die Zahlen zu den Treibhausgasemissionen Österreichs 2025 veröffentlicht. Während in den Jahren 2022 bis 2024 der CO2-Ausstoß im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr stark gesunken ist, stieg er 2025 um knapp 0,7 Prozent wieder an. Forschende der Universität Graz haben analysiert, inwieweit dafür strukturelle Veränderungen in der Wirtschaft verantwortlich waren und welchen Anteil externe, kaum beeinflussbare Faktoren beigetragen haben. „2025 führte der im Vergleich zu 2024 kältere Winter zu einer Zunahme der Emissionen um 0,81 Prozent, die schwache Konjunktur hingegen ließ sie um 0,38 sinken. Rechnet man diese Einflüsse heraus, beobachten wir 2025 einen Anstieg um 0,26 Prozent relativ zum Vorjahr“, berichtet Volkswirt und Klimaökonom Karl Steininger. „Damit ist Österreich eindeutig nicht am richtigen Kurs, um seine Klimaziele – eine signifikante Emissionsminderung bis 2030 – zu erreichen“, so der Forscher.

Elektrisierend: Forschende filmen die ersten Augenblicke auf dem Weg von Licht zu Strom

Physikern der Universität Graz ist gemeinsam mit Kolleg:innen der Universität Marburg und des Forschungszentrums Jülich ein wissenschaftlicher Durchbruch gelungen. Erstmals konnte die Geburt von elektrischer Energie aus Licht gefilmt und theoretisch beschrieben werden. Die Arbeit ist von weitreichender Bedeutung, unter anderem für die Optimierung nachhaltiger Energiegewinnung aus Photovoltaik. Denn sie liefert fundamentale Bausteine für das Verständnis der physikalischen Prozesse, wie sie etwa in organischen Solarzellen stattfinden. Das Paper wurde in der Fachzeitschrift Physical Review X, einem der weltweit renommiertesten Journale für Physik, publiziert.

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