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Universität Graz Neuigkeiten Bürgerbeteiligung in der EU

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Freitag, 14.03.2014

Bürgerbeteiligung in der EU

Der Europäische Unionsvertrag fordert Maßnahmen zur Bürgerbeteiligung. Bild: Viktor Mildenberger/pixelio.de

Der Europäische Unionsvertrag fordert Maßnahmen zur Bürgerbeteiligung. Bild: Viktor Mildenberger/pixelio.de

Team der Uni Graz reicht Konzept für Online-Plattform ein

In seinen Bestimmungen über die demokratischen Grundsätze der EU unterstreicht der Europäische Unionsvertrag die Bedeutung der Bürgerbeteiligung. Artikel 11, Absatz 1 hält fest: „Die Organe geben den Bürgerinnen und Bürgern und den repräsentativen Verbänden in geeigneter Weise die Möglichkeit, ihre Ansichten in allen Bereichen des Handelns der Union öffentlich bekannt zu geben und auszutauschen.“

Unter Federführung eines Teams um Univ.-Prof. Dr. Johannes Pichler und Projektmanager DI Robert Link an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Uni Graz wurde nun gemeinsam mit Partnern und Partnerinnen aus acht weiteren europäischen Ländern ein Konzept zur Entwicklung einer Online-Plattform erarbeitet, die allen Mitgliedern der Gesellschaft ein Forum zur Beteiligung bieten soll. Ein Antrag zur Förderung des Projekts wird demnächst bei der Europäischen Kommission eingereicht. Anfang dieser Woche trafen sich Angehörige des Projektteams zu einem Workshop an der Uni Graz, um gemeinsam einen Entwurf des Antrags zu erarbeiten.

„Der ,European Citizens Open Senate Online‘, wie wir ihn nennen, soll die größte europäische Plattform werden, die alle zivilgesellschaftlichen Gruppen und Debatten – auch lokale und regionale– auffängt. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen können Themen – „issues“ – einbringen und bekommen zu diesen Quasi-Parlamentssitze angeboten“, erklärt Johannes Pichler. „Auf diese Weise könnte eine europäische Bürgerschaft aufgebaut werden“, ist der Leiter des Instituts für Österreichische Rechtsgeschichte und Europäische Rechtsentwicklung überzeugt.

Das Projekt trägt den Titel „Eleven One“ mit Bezug auf Artikel 11(1) des EU-Vertrags. Neben der Uni Graz sind die Alma Mater Studiorum Universita di Bologna, die Universität Koblenz-Landau, Die Wirtschaftsuni Wien sowie die Brunel Universität London beteiligt. Ebenfalls an Bord sind die Fachhochschule Bern, zwei portugiesische Betriebe, ein weltweit tätiges französisches Forschungsunternehmen sowie mehrere Jugendorganisationen. Das Projekt bringt somit Forscher und Forscherinnen aus den unterschiedlichsten Disziplinen sowie Experten und Expertinnen aus Technik und Praxis zusammen. Begleitet wird es von einem hochkarätigen Beratergremium unter dem Vorsitz von Prof. Beth Noveck (New York University), ehemals Chief Technology Officer von Präsident Barack Obama sowie Gründerin der „US Open Government Initiative“ und derzeit Chief Executive Officer des britischen Premierministers David Cameron zur Erstellung eines Open Government UK.

Erstellt von Gudrun Pichler

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ERC Starting Grant im Doppelpack: drei Millionen Euro für zwei Forscherinnen der Uni Graz

Hochkarätige und hochdotierte Förderungen der EU konnten zwei Wissenschaftlerinnen der Universität Graz an Land ziehen. Starting Grants des European Research Council (ERC) in Höhe von jeweils 1,5 Millionen Euro gehen an die Humangeografin Heide Bruckner sowie die Sozialwissenschaftlerin Silvana Weiss.

Emissionen in Österreich 2025 gestiegen: Forschende der Uni Graz analysieren die Ursachen

Das Umweltbundesamt hat heute die Zahlen zu den Treibhausgasemissionen Österreichs 2025 veröffentlicht. Während in den Jahren 2022 bis 2024 der CO2-Ausstoß im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr stark gesunken ist, stieg er 2025 um knapp 0,7 Prozent wieder an. Forschende der Universität Graz haben analysiert, inwieweit dafür strukturelle Veränderungen in der Wirtschaft verantwortlich waren und welchen Anteil externe, kaum beeinflussbare Faktoren beigetragen haben. „2025 führte der im Vergleich zu 2024 kältere Winter zu einer Zunahme der Emissionen um 0,81 Prozent, die schwache Konjunktur hingegen ließ sie um 0,38 sinken. Rechnet man diese Einflüsse heraus, beobachten wir 2025 einen Anstieg um 0,26 Prozent relativ zum Vorjahr“, berichtet Volkswirt und Klimaökonom Karl Steininger. „Damit ist Österreich eindeutig nicht am richtigen Kurs, um seine Klimaziele – eine signifikante Emissionsminderung bis 2030 – zu erreichen“, so der Forscher.

Elektrisierend: Forschende filmen die ersten Augenblicke auf dem Weg von Licht zu Strom

Physikern der Universität Graz ist gemeinsam mit Kolleg:innen der Universität Marburg und des Forschungszentrums Jülich ein wissenschaftlicher Durchbruch gelungen. Erstmals konnte die Geburt von elektrischer Energie aus Licht gefilmt und theoretisch beschrieben werden. Die Arbeit ist von weitreichender Bedeutung, unter anderem für die Optimierung nachhaltiger Energiegewinnung aus Photovoltaik. Denn sie liefert fundamentale Bausteine für das Verständnis der physikalischen Prozesse, wie sie etwa in organischen Solarzellen stattfinden. Das Paper wurde in der Fachzeitschrift Physical Review X, einem der weltweit renommiertesten Journale für Physik, publiziert.

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