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Universität Graz Neuigkeiten Bildungsdebatte

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Donnerstag, 15.05.2014

Bildungsdebatte

Podiumsgäste: Polaschek, Ponsold, Meixner und Glattauer (v.l.)

Podiumsgäste: Polaschek, Ponsold, Meixner und Glattauer (v.l.)

Moderator Withalm führte durch die Diskussion

Moderator Withalm führte durch die Diskussion

Das Publikum beteiligte sich rege an der brisanten Debatte

Das Publikum beteiligte sich rege an der brisanten Debatte

Knapp 300 BesucherInnen bei Podiumsdiskussion über Traumberuf oder Albtraum LehrerIn

Der LehrerInnen-Beruf ist in der aktuellen Bildungsdebatte in Österreich ein heißes Eisen – dementsprechend groß war das Interesse bei der Podiums- und Publikumsdiskussion „Klassenkampf. LehrerIn sein – Traumberuf oder Albtraum“ am 14. Mai 2014. Knapp 300 BesucherInnen kamen in die Aula der Uni Graz.

Unter der Moderation von Gregor Withalm diskutierten prominente sowie fachkundige Podiumsgäste: Niki Glattauer, Lehrer, Buchautor, Kolumnist im Kurier und Gastkommentator für den Standard; Elisabeth Meixner, Amtsführende Präsidentin des Landesschulrats für Steiermark; Martin Polaschek, Vizerektor für Studium und Lehre an der Karl-Franzens-Universität Graz und Mitglied der ExpertInnengruppe zur Zukunft der LehrerInnenbildung, sowie Eva Ponsold, Direktorin des Wirtschaftskundlichen BRG Graz.

„Das Engagement der LehrerInnen ist überbordend, die mediale Berichterstattung hingegen oft negativ“, konstatierte Direktorin Ponsold. Auch die Grundhaltung der Eltern werde zunehmend fordernder.
Autor und Lehrer Glattauer brach eine Lanze für die PädagogInnen: „Der Eindruck, dass die LehrerInnen reformresistent sind, stimmt nicht, aber sie stehen mit dem Rücken zur Wand, weil nur kosmetische Reförmchen seitens der Politik erfolgen. Die Feinde sind nicht die Schüler, nicht die Eltern, sondern ist das System.“
Vizerektor Polaschek ortete eine große gesellschaftliche Relevanz des Themas, allerdings mit einem Nachteil: „Österreich hat acht Millionen Fußball Nationaltrainer und acht Millionen Unterrichtsminister.“ Er stellte das österreichweite Pilotprojekt im Rahmen der PädagogInnenbildung Neu vor: „Ziel von Universitäten und Pädagogischen Hochschulen ist es, ein gemeinsames Angebot für gesamte Sekundarstufe zu entwickeln und damit die besten Ausbildungsschienen aus jeweils beiden Bereichen zu vereinen.“
Landessschulratspräsidentin Meixner unterstrich das gute Klima in der Steiermark, wobei sich der Landessschulrat als pädagogisch-administratives Kompetenzzentrum positioniere. „Lehrerin zu sein ist ein Traumberuf, die Bedingungen sind manchmal albtraumhaft“, forderte Ponsold mehr Schulautonomie.


Die Podiumsdiskussion war eine Veranstaltung der 7. fakultät, des Zentrums für Gesellschaft, Wissen und Kommunikation, und wurde von der Bank Austria unterstützt.

Erstellt von Andreas Schweiger

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