Uni Vibes: Hier werden Wissenschaft und Kunst zum Erlebnis

Protest gegen Budgetkürzungen: Universitäten setzen gemeinsames Zeichen in Graz

Tausend Studierende, Forschende und Mitarbeiter:innen aller steirischen Universitäten demonstrierten am 28. Mai in Graz gegen die angekündigten Budgetkürzungen. Rektorate und Studierendenvertretungen warnten vor massiven Folgen für Forschung, Lehre und den Wissenschaftsstandort.

Grenzen überwinden: Können wir ohne Gefängnisse und Lager auskommen?

Angst und Entsetzen hat die US-amerikanische Einwanderungsbehörde ICE ausgelöst. Nicht nur dass Migrant:innen kriminalisiert und brutal verfolgt werden. Anfang des Jahres töteten ICE-Beamte in Minneapolis zwei US-Bürger:innen. Im Schatten dieser dramatischen Ereignisse wirft die Universität Graz im Rahmen der internationalen Konferenz „Camps, Belonging, and Abolition Democracy“ ein Licht auf die Rolle von Abschiebung und Lagern. Wissenschaftler:innen wollen Szenarien entwickeln, wie eine Zukunft auch ohne Gefängnisse und Todesstrafe Wirklichkeit werden kann.

Aus eins mach viele: Forschende der Uni Graz identifizieren Mechanismus zur Artentstehung

Verändert sich ein Lebensraum, müssen sich Tiere, Pflanzen und auch der Mensch den neuen Umweltbedingungen anpassen. Wer das am schnellsten und besten hinbekommt, setzt sich durch. Dabei entwickeln sich im Lauf der Zeit auch neue Arten, die auf bestimmte Habitate spezialisiert sind. Der Zoologe Christian Sturmbauer konnte nun mit seiner Arbeitsgruppe an der Universität Graz und internationalen Partner:innen zeigen, dass der molekularbiologische Prozess des „Alternativen Splicing“ – anders als bisher angenommen – höchst effektiv zur Ausbildung neuer Spezies beiträgt. Durch unterschiedliche Kombinationen von Teilen desselben Gens entstehen verschiedene, strukturell leicht abweichende Varianten funktioneller Proteine. Das führt sehr rasch zu maßgeblichen Veränderungen. Publiziert wurden die Forschungsergebnisse im renommierten Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences.

Offene Türen für Open Science: Psychologie-Quartett initiiert Forum zu Forschungspraxis

Wissenschaftliche Ergebnisse, die für alle kostenlos, frei und transparent nachvollziehbar sind. Die Vorteile von Open Science liegen auf der Hand. Und trotzdem herrscht unter vielen Wissenschaftler:innen noch Unsicherheit und Skepsis. Diese will eine Team junger Forscher:innen an der Uni Graz – die Graz Open Science Initiative (GOSI) – nicht nur ausräumen. Es will den Finger auch auf Schwächen und Vorbehalte legen sowie ein Forum für Interessierte schaffen. Ein Projekt des Research Careers Campus fördert die Initiative der vier Psycholog:innen.