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Universität Graz Neuigkeiten Zeichen der Versöhnung

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Dienstag, 13.06.2017

Zeichen der Versöhnung

Ergebnisse einer langjährigen Forschungsarbeit wurden bei der Tagung präsentiert: Markus Helmut Lenhart, Peter Scherrer, Irmtraud Fischer, Claudia Kouretsidis-Haider, Leiterin Zentrale österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz Wien-Graz, Birgit Scholz und Winfried Garscha. Foto: Uni Graz/Tzivanopoulos

Ergebnisse einer langjährigen Forschungsarbeit wurden bei der Tagung präsentiert: Markus Helmut Lenhart, Peter Scherrer, Irmtraud Fischer, Claudia Kouretsidis-Haider, Leiterin Zentrale österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz Wien-Graz, Birgit Scholz und Winfried Garscha. Foto: Uni Graz/Tzivanopoulos

Tagung zur NS-Provenienzforschung an der Uni Graz: Ergebnisse und Ausblicke

Seit 2011 wird an der Universität Graz zum Thema NS-Provenienzforschung geforscht, federführend ist dabei die Abteilung für Sondersammlungen der Universitätsbibliothek. Damals von der ehemaligen Forschungsvizerektorin  Irmtraud Fischer initiiert, wurde bei einer Tagung am 12. und 13. Juni 2017 an der Uni Graz das Projektende besiegelt und die Ergebnisse der jahrelangen und aufwendigen Recherchearbeit präsentiert. "Es ist ein Zeichen der Versöhnung, des Miteinanders und des Wiedergutmachens", nennt Forschungs-Vizerektor Peter Scherrer die Bestrebungen "NS-verfolgungsbedingt entzogenes Buchgut" wieder an EigentümerInnen und ihre Nachfahren zurückzugeben. nsgesamt 127 Bücher konnten bereits restituiert werden, darunter auch 21 an die Enkelinnen des Nobelpreisträgers Otto Loewi.

Über Gestapo, Oberfinanzprokuratur, „Judenauktionen“ oder Tausch, Geschenke und Antiquariate gelangte das „NS-verfolgungsbedingt entzogene Buchgut“ auch an öffentliche Bibliotheken wie etwa die Universitätsbibliothek Graz. Rund 33.000 Erwerbungen der Jahre 1938 bis 1945 an der Hauptbibliothek und 55.000 bis 1945 erschienene Bücher, die im Bestand von Fach- und Institutsbibliotheken sind, wurden von den ForscherInnen Birgit Scholz und Markus Helmut Lenhart in den vergangenen sechs Jahren durchgesehen. Die Bücher gelangten auf ganz unterschiedlichen Wegen an die Uni Graz und wurden auf Vermerke von VorbesitzerInnen hin analysiert. Mithilfe von Matrikelbüchern, Personenregistern und historischen Meldekarten sowie genealogischen Datenbanken und anderem mehr konnten die Nachfahren der Beraubten bis nach Australien zurückverfolgt werden.

 

Erstellt von Konstantinos Tzivanopoulos

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