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Universität Graz Neuigkeiten Wohnen im Gemeindebau

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Mittwoch, 22.10.2014

Wohnen im Gemeindebau

Die Triestersiedlung - Muchitschblock II, eine Bauanlage aus den 1930er Jahren, steht seit 1994 unter Denkmalschutz. Alle Fotos: Silvana Weidinger.

Die Triestersiedlung - Muchitschblock II, eine Bauanlage aus den 1930er Jahren, steht seit 1994 unter Denkmalschutz. Alle Fotos: Silvana Weidinger.

Auch das ist Gemeindewohnbau: Der Reinerhof an der Ecke Sackstraße 20/Schloßbergplatz ist das älteste urkundlich belegte Gebäude in Graz.

Auch das ist Gemeindewohnbau: Der Reinerhof an der Ecke Sackstraße 20/Schloßbergplatz ist das älteste urkundlich belegte Gebäude in Graz.

Kindergerechtes Gemeinde-Wohnen am Spielplatz in der Triestersiedlung. Klicken Sie für weitere Bilder auf den Pfeil rechts!

Kindergerechtes Gemeinde-Wohnen am Spielplatz in der Triestersiedlung. Klicken Sie für weitere Bilder auf den Pfeil rechts!

Altes und Neues verbindet sich im Gemeindebau.

Altes und Neues verbindet sich im Gemeindebau.

Ansichte auf die Hauseingänge der Ostseite (Triester Straße).

Ansichte auf die Hauseingänge der Ostseite (Triester Straße).

Eine aktuelle Publikation schließt eine Lücke in der baugeschichtlichen Literatur der Stadt Graz

Der "Blume aus dem Gemeindebau" widmete Wolfgang Ambros 1977 einen Hit. Die Gemeindewohnungen in Graz rangierten allerdings bislang unter "ferner liefen", was die wissenschaftliche Aufarbeitung ihrer Baugeschichten angeht. Eine neue Publikation, herausgegeben von Michaela Strapatsas, MA, und Universitätsmuseen-Leiter Ao.Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Reisinger, widmet sich nun erstmals der Geschichte des Grazer Gemeindebaus und der ihrer BewohnerInnen. Während Wien, Linz und Innsbruck sich bereits umfassend mit diesem Thema auseinandergesetzt haben, betreten die AutorInnen Strapatsas, Reisinger, Dr. Bernadette Biedermann und Dr. Andreas Golob mit ihrem Werk in Graz Neuland.

 

"Die historische Dimension der Gebäude lässt gesellschaftliche Entwicklungen erkennen, wie beispielsweise den Wandel des Lebensstandards, die sich verändernden politischen Einstellungen zum Gemeindebau oder den zunehmend behutsamen Umgang mit alten Gebäude im Sinne des Denkmalschutzes", so die WissenschafterInnen. Besprochen werden in dem Buch der Reinerhof - übrigens das älteste urkundlich erwähnte Gebäude der Stadt, in dem elf Gemeindebauwohnungen untergebracht sind - , die Fröbelgasse 25, der Eggenberger Gürtel 40, die Triestersiedlung sowie die Kienzl-Siedlung/Ekkehard-Hauer-Siedlung. In den einzelnen Kapiteln zeichnen die AutorInnen nicht nur die Bauphasen nach und streichen architektonische Besonderheiten hervor, sondern lassen auch die BewohnerInnen ihre eigenen Geschichten zum Leben im Gemeindebau erzählen.

 

Nikolaus Reisinger, Michaela Strapatsas (Hg.): Gemeinde.Wohnen. Aspekte des Grazer Gemeindewohnbaus. Graz, Diversity Consult Network, Reihe Gesellschaftliche Vielfalt Band I, 2014. Erhältlich im Buchhandel, 29 Euro.

 

Erstellt von Gerhild Kastrun

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