Martina Bär ist Universitätsprofessorin am Institut für Systematische Theologie und Liturgiewissenschaft der Universität Graz. Foto: Uni Graz/wildundwunderbar
„Theologie hat einen übernatürlichen Forschungsgegenstand: Gott. Zwar kann man Gottes Existenz nicht beweisen – das Gegenteil aber auch nicht. Gott ist denkmöglich. Also lotet die Theologie die Grenzen der Vernunft aus. Darüber hinaus arbeitet sie mit zwei wichtigen Quellen: der Bibel und der christlichen Tradition. Beide haben die westliche und andere Kulturen nachhaltig geprägt. Daher hat die Theologie eine kulturwissenschaftliche Bedeutung. Die Grazer Theologie erörtert auch selbstkritisch, inwiefern das Christentum zur Diskriminierung beigetragen hat, und legt im Gegenzug dazu mit wissenschaftlichen Methoden das humanisierende Potenzial des Christentums für Mensch und Gesellschaft frei.“
Martina Bär ist Professorin für Fundamentaltheologie und Sprecherin des Gender-Forschungsschwerpunktes der Katholisch-Theologischen Fakultät
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