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Universität Graz Neuigkeiten Wege zur Toleranz

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Donnerstag, 07.02.2019

Wege zur Toleranz

Toleranz statt Ausgrenzung: Gunda Werner (Mitte) erforscht mit KollegInnen aus dem Iran Möglichkeiten für den interreligiösen Dialog. Foto: Uni Graz/Eklaude ©Uni Graz/Eklaude

Toleranz statt Ausgrenzung: Gunda Werner (Mitte) erforscht mit KollegInnen aus dem Iran Möglichkeiten für den interreligiösen Dialog. Foto: Uni Graz/Eklaude

ForscherInnen aus Graz und dem Iran arbeiten an Dialog der Theologien

Kreuze in Klassenzimmern, aber Kopftuchverbot im Kindergarten: Die österreichische Regierung versucht, Zeichen der religiösen Vielfalt zu verdrängen. „Die Sichtbarkeit von unterschiedlichen Konfessionen im öffentlichen Raum fördert nicht unbedingt die Toleranz“, stellt Theologin Gunda Werner fest, eher im Gegenteil: „Die Pluralität scheint das Bedürfnis nach einer abgegrenzten, eindeutigen Identität zu befördern.“ Wie Angehörige verschiedener Religionen als Individuen und Gruppen wahrgenommen werden und sich selbst sehen, erforscht das Projekt „Religiöse Identitäten in öffentlichen Räumen“. Im Rahmen dieses Vorhabens findet an der Universität Graz diese Woche ein schiitisch-katholisches Symposium statt, in dem WissenschafterInnen und Studierende aus dem iranischen Mashhad mit den Grazer KollegInnen Vorurteile, Ängste, Hoffnungen und Wünsche herausfiltern, die das alltägliche Zusammenleben beeinflussen. „Die Notwendigkeit, auf Identitätsfragen und -wünsche Ideen und Entwürfe zu eröffnen, die nicht auf Abgrenzung und identitäre Versuchungen hinausläuft, ist dringender denn je – in beiden Ländern!“, unterstreicht Werner.

Das Symposium ein Baustein des „Dialogs der Theologien“, der an der Fakultät im Mittelpunkt der Forschung steht. Das Besondere der Veranstaltung besteht darin, dass Studierende und Lehrende aus Österreich und dem Iran Tandems bilden und so gemeinsam beide Perspektiven bearbeiten. Das klare Ziel: Differenzen und Gemeinsamkeiten zu erarbeiten und ein besseres Verständnis zu entwickeln, wie plurale Identitäten in der Öffentlichkeit miteinander im Dialog leben können.

 

Erstellt von Dagmar Eklaude

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