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Universität Graz Neuigkeiten Vom Inferno bis zu 9/11

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Mittwoch, 14.12.2016

Vom Inferno bis zu 9/11

George Elliott Clarke las am 9. Dezember im Grazer Literaturhaus. Fotos: Dimitri Kaufmann.

George Elliott Clarke las am 9. Dezember im Grazer Literaturhaus. Fotos: Dimitri Kaufmann.

George Elliott Clarke, Poet Laureate of Canada, las auf Einladung des Amerikanistik-Instituts im Grazer Literaturhaus

Am Freitag, den 9. Dezember, konnte das Institut für Amerikanistik den amtierenden Parliamentary Poet Laureate of Canada, George Elliott Clarke, im Literaturhaus Graz begrüßen. Clarke, ein E.J. Pratt Professor, der neben seiner Tätigkeit als Poet Laureate noch an der an der University of Toronto Englische Literatur lehrt, las ausgewählt Gedichte früherer Werke und Teile seiner erst kürzlich erschienenen Gedichtesammlung "Canticles I.".

Der Kanadier mit afrikanischen Wurzeln setzt sich in seinen Werken vor allem mit seiner eigenen Identität und mit den Folgen des Kolonialismus kritisch auseinander. Der Begriff „Africadian“ wurde von Clarke in einem Essay erstmals beschrieben und bezeichnet die kulturellen und historischen Gemeinsamkeiten der schwarzen Bevölkerung in Nova Scotia und New Brunswick. Clarke wurde 1960 in Windsor Plains geboren und stammt von Cree Indianern, Afro-AmerikanerInnen sowie EinwandererInnen aus Barbados ab. "Africadian" ist auch auf Grund dieser Vielfalt nur in Teilen mit der prominenteren afroamerikanischen Kultur zu vergleichen.


George Elliott Clarkes Lesung zeichnete sich vor allem durch ihre Intensität und Nahbarkeit aus. Viele seiner älteren Werke sind als "Blues Poems" zu beschreiben – Gedichte also, welchen durch einen bluesigen Rhythmus eine einzigartige Note verliehen wird. Clarke, der ein wahrer Meister dieser Inszenierung ist, wusste vor allem mit Gedichten wie etwa "Hard Nails" sein Publikum zu begeistern. Nach der knapp 90-minütigen Lesung, die thematisch von Dantes „Inferno“ bis zum 11. September reichte, stand George Elliott Clarke noch für zahlreiche Fragen von Studierenden zur Verfügung.

Erstellt von Dimitri Kaufmann & Gerhild Kastrun

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