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Universität Graz Neuigkeiten Uni im Theater

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Donnerstag, 18.02.2016

Uni im Theater

Die Inszenierung von Ödön von Horvaths "Kasimir und Karoline" am Grazer Schauspielhaus ist Gegenstand der neuen Ausgabe von "Uni im Theater". Foto: Lupi Spuma / Schauspielhaus Graz

Die Inszenierung von Ödön von Horvaths "Kasimir und Karoline" am Grazer Schauspielhaus ist Gegenstand der neuen Ausgabe von "Uni im Theater". Foto: Lupi Spuma / Schauspielhaus Graz

Hintergründe zu der Inszenierung von Ödön von Horváths "Kasimir und Karoline" am Grazer Schauspielhaus

"Eine Ballade von stiller Trauer, gemildert durch Humor, das heißt durch die Erkenntnis: Sterben müssen wir alle!", schrieb Ödön von Horváth über sein 1932, auf dem Höhepunkt der Massenarbeitslosigkeit und Weltwirtschaftskrise uraufgeführtes Volksstück. Schonungslos zeigt er darin, wie der Verlust von Arbeit Menschen nicht nur materiell, sondern auch seelisch ruiniert, und entwirft dabei ein hoffnungslos-düsteres Bild von Liebe und Solidarität in Zeiten der Not.

Am 24. Februar 2016 haben BesucherInnen die Gelegenheit, das Stück am Grazer Schauspielhaus besonders eingehend zu analysieren. Im Rahmen der Reihe "Uni im Theater" wird der Dramaturg der Aufführung, Stephan Schmieding, gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. Klaus Kastberger und Prof. Dr. Reinhard Müller sowie Mitgliedern des Ensembles unter der Moderation von Univ.-Prof. Dr. Irmtraud Fischer und Dr. Alexandra Strohmaier besondere Einblicke in die Hintergründe des Stücks gewähren.

Bestens im Hováthschen Kosmos bewandert ist der Germanist Klaus Kastberger: Er ist - neben seiner Funktion als Leiter des Grazer Literaturhauses sowie des Franz-Nabl-Instituts für Literaturforschung - auch Herausgeber der neuen historisch-kritischen Horváth-Ausgabe, auf deren Basis die Inszenierung am Schauspielhaus entstand.

Auch der Soziologe Reinhard Müller, der das Archiv für die Geschichte der Soziologie in Österreich leitet, ist ein Horváth-Experte. Das Archiv ist eng verknüpft mit der Arbeiterkolonie und Fabrik Marienthal in Gramatneusiedl, dessen Museum Müller aufgebaut hat. Die Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal“ dokumentierte 1933 erstmals die Wirkungen von Langzeitarbeitslosigkeit, entstand zeitgleich mit Horváths Theaterstück und gilt international als Gründungsdokument der Soziologie als empirische Wissenschaft.

Beide Wissenschaftler werden zu Form, Inhalt und Themen des Stücks Vorträge halten und hinterher mit Beteiligten der Produktion "Kasimir und Karoline" diskutieren.

 

Der Eintritt ist frei.

 

Uni im Theater: "Kasimir und Karoline"

Zeit: Mittwoch, 24. Februar 2016, 19:30 Uhr
Ort: Redoutensaal des Grazer Schauspielhauses, HAUS DREI

 

Erstellt von Gerhild Kastrun

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