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Universität Graz Neuigkeiten Uni-Campus 2020

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Donnerstag, 24.10.2013

Uni-Campus 2020

Forschung und Lehre rücken ab 2017 näher zusammen

Die Übersiedlung der Institute der Med Uni Graz zum derzeit entstehenden Campus eröffnet einmalige Optionen, die im strategischen Projekt der Uni Graz „Campus-Entwicklung“ im Mittelpunkt steht. „Eine historische Chance", wie Rektorin Neuper in diesem Zusammenhang kürzlich betonte. >> Bericht vom 11. Oktober 2013.
Rund ein Sechstel aller Flächen am Universitätsgelände kann in den kommenden Jahren neu ausgerichtet werden und fachlich verknüpfte Bereiche räumlich näher zusammenrücken. Unter dem Titel Uni-Campus 2020 wachsen inhaltliche Schwerpunktsetzungen der Uni Graz räumlich zusammen. Herzstück des Groß-Vorhabens bildet die sogenannte Vorklinik, Harrachgasse 21, mit einer Gesamtnutzfläche von etwa 10.000 Quadratmetern, die ab 2017 in ein „Haus der Sprachen und Kulturen“ verwandelt werden soll.

Vorteile
„Die räumliche Nähe bringt für Studierende und WissenschafterInnen viele Vorteile“, hält Rektorin Neuper fest. Zum einen verstärkt und erleichtert die direkte Nachbarschaft den Dialog zwischen fachlich zusammenhängenden Bereichen, zu anderen erhöht es gleichzeitig die Sichtbarkeit der Themen. Darüber hinaus wirken sich die verkürzten Wege auf Verkehrsreduzierung und Umwelt positiv aus.

Haus der Sprachen und Kulturen

„Der vorläufige Zeitplan sieht vor, dass die Vorklinik ab 2017 der Universität Graz zur Verfügung steht“, führt Vizerektor für Finanzen, Ressourcen und Standortentwicklung Peter Riedler aus. Nach dem Auszug der medizinischen Institute wird das aus den frühen 1970er-Jahren in Abstimmung mit der Eigentümerin, der Bundes-Immobilien-Gesellschaft, generalsaniert. Der Bezug der Sprach-Institute bzw.-Zentren der Geisteswissenschaftlichen Fakultät wäre dann ab 2019 möglich. Ein grober Kostenvoranschlag beläuft sich auf etwa 100 Millionen Euro.
Die Bedeutung unterstreicht Vizerektor für Forschung und Nachwuchsförderung Peter Scherrer: „Innerhalb der mit philosophischen, historischen sowie literatur- und sprachwissenschaftlichen Disziplinen breit aufgestellten Geisteswissen¬schaftlichen Fakultät werden derzeit allein 6500 Hauptfachstudierende in den Fächern der Germanistik, Romanistik, Anglistik/Amerikanistik und Slawistik ausgebildet, etwa jede/r zweite der etwa 31.000 Studierenden belegt mindestens einen Sprachkurs während der Studienzeit.“

Wall-Zentrum
Aufgrund der Zusammenführung der Sprachinstitute steht – wie im Bauleitplan Süd verankert – das Universitätszentrum Wall nach einer entsprechenden Adaptierung den Grazer Universitäten für eine gemeinsame Verwendung zur Verfügung. Unter anderem wird derzeit eine Mitnutzung durch die Kunstuniversität ausgelotet.

Heinrichstraße 31
Die frei werdenden Teile in der Heinrichstraße 31 – in unmittelbarer Nähe zum Zentrum für Molekulare Biowissenschaften – sollen vom Institut für Pharmazeutische Wissenschaften genutzt werden. Die Zusammenarbeit wird durch die räumliche Nähe zusätzlich begünstigt.

Universitätsplatz 4
Das Gebäude Universitätsplatz 4 – wo derzeit unter anderem das Institut für Hygiene beheimatet ist – soll bis 2020 zu einem URBI-Zentrum werden. Viele der aktuell auf mehrere Standorte verteilten Institute der Umwelt-, Regional- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät könnten unter einem Dach vereint werden.

Campus Uni Graz: Begegnungsforum und Drehscheibe
Die Bereiche der Karl-Franzens-Universität Graz sind in den vergangenen Jahren zunehmend räumlich näher aneinandergerückt. Die Nähe schafft Vorteile in der Infrastruktur, in der Kommunikation und stärkt die Identifikation sowohl der mehr als 31.000 Studierende als auch der knapp 4.000 MitarbeiterInnen. Denkmalgeschützte Gebäude und moderne Architektur fügen sich zur attraktiven Campus-Universität mit einer Gesamt-Nutzfläche von etwa 200.000 Quadratmetern zusammen.
Die Karl-Franzens-Universität prägt seit mehr als 425 Jahren die Stadt – mit der Campus-Errichtung im Bezirk Geidorf vor mehr als 140 Jahren entstand ein lebendiges Universitätsviertel. Mit international vielbeachteten Bauten wurde nicht nur das Stadtbild enorm aufgewertet. Mit dem RESOWI-Zentrum (1996), dem Zentrum für Molekulare Biowissenschaften (2007) und dem Uni-Zentrum Theologie (2007) fanden Schwerpunkte in Forschung und Lehre in der jüngeren Vergangenheit auch baulich ihren Ausdruck.

http://campusplanung.uni-graz.at/

Foto: cp-pictures

Erstellt von Andreas Schweiger

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Emissionen in Österreich 2025 gestiegen: Forschende der Uni Graz analysieren die Ursachen

Das Umweltbundesamt hat heute die Zahlen zu den Treibhausgasemissionen Österreichs 2025 veröffentlicht. Während in den Jahren 2022 bis 2024 der CO2-Ausstoß im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr stark gesunken ist, stieg er 2025 um knapp 0,7 Prozent wieder an. Forschende der Universität Graz haben analysiert, inwieweit dafür strukturelle Veränderungen in der Wirtschaft verantwortlich waren und welchen Anteil externe, kaum beeinflussbare Faktoren beigetragen haben. „2025 führte der im Vergleich zu 2024 kältere Winter zu einer Zunahme der Emissionen um 0,81 Prozent, die schwache Konjunktur hingegen ließ sie um 0,38 sinken. Rechnet man diese Einflüsse heraus, beobachten wir 2025 einen Anstieg um 0,26 Prozent relativ zum Vorjahr“, berichtet Volkswirt und Klimaökonom Karl Steininger. „Damit ist Österreich eindeutig nicht am richtigen Kurs, um seine Klimaziele – eine signifikante Emissionsminderung bis 2030 – zu erreichen“, so der Forscher.

Elektrisierend: Forschende filmen die ersten Augenblicke auf dem Weg von Licht zu Strom

Physikern der Universität Graz ist gemeinsam mit Kolleg:innen der Universität Marburg und des Forschungszentrums Jülich ein wissenschaftlicher Durchbruch gelungen. Erstmals konnte die Geburt von elektrischer Energie aus Licht gefilmt und theoretisch beschrieben werden. Die Arbeit ist von weitreichender Bedeutung, unter anderem für die Optimierung nachhaltiger Energiegewinnung aus Photovoltaik. Denn sie liefert fundamentale Bausteine für das Verständnis der physikalischen Prozesse, wie sie etwa in organischen Solarzellen stattfinden. Das Paper wurde in der Fachzeitschrift Physical Review X, einem der weltweit renommiertesten Journale für Physik, publiziert.

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