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Universität Graz Neuigkeiten Richtig streiten

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Montag, 16.06.2014

Richtig streiten

Ein Streit kommt einem Gewitter gleich. MediatorInnen helfen dabei, das Unwetter zu vertreiben. Bild: Oliver Mohr/<a href="http://www.pixelio.de">pixelio.de</a>.

Ein Streit kommt einem Gewitter gleich. MediatorInnen helfen dabei, das Unwetter zu vertreiben. Bild: Oliver Mohr/<a href="http://www.pixelio.de">pixelio.de</a>.

Profis der Uni Graz geben Tipps beim ersten österreichweiten Tag der Mediation am 18. Juni 2014

Die Hecke der Nachbarn wirft zu viel Schatten, aus der angrenzenden Wohnung dröhnt lautstark Musik, Kinder toben im Hof: Wo Menschen auf engem Raum zusammen leben, ist oft besondere Rücksichtnahme gefordert. Missverständnisse, Vorbehalte oder versteckter Frust führen jedoch nicht selten zur Eskalation. Selbiges gilt für Rechtsstreitigkeiten, etwa beim Sorgerecht für Kinder von getrennt lebenden Eltern. Helfen können in diesen schwierigen Situationen MediatorInnen, die wie Blitzableiter fungieren: „Als vermittelnde Dritte nehmen sie Druck aus der Kommunikation heraus und schaffen Verständnis für die Sichtweise der streitenden Parteien“, unterstreicht Assoz.-Prof. Dr. Sascha Ferz, Leiter des Zentrums für Soziale Kompetenz der Karl-Franzens-Universität Graz.

 

Beim ersten „Tag der Mediation“ im deutschsprachigen Raum am 18. Juni 2014 informieren ExpertInnen der Uni Graz und der drei steirischen Mediationsverbände in der Grazer Innenstadt über das Angebot und die Ausbildungsmöglichkeiten. Das persönliche Erleben steht dabei im Vordergrund, erklärt Ferz: „Bei der Gefühlstauschbörse werden negative Emotionen, wie zum Beispiel Ärger, durch positive Empfindungen wie Gelassenheit ersetzt. Nach modellhaften Konfliktgesprächen können die Teilnehmenden außerdem einen Friedenspfad beschreiten und sich dabei von Profis beraten lassen.“ Auch auf das richtige Streiten in verschiedenen sozialen Kontexten, wie etwa im Büro oder daheim, wird eingegangen. Die Veranstaltung soll das Prinzip des Konfliktmanagements einer breiten Öffentlichkeit näher bringen und Einblick in die Arbeit von MediatorInnen geben.

 


Wer selbst in diesem Bereich tätig sein möchte, kann am Zentrum für Soziale Kompetenz der Uni Graz die dreisemestrige Mediationsausbildung absolvieren. Ab dem kommenden Wintersemester ist es für angehende JuristInnen möglich, außergerichtliche Konfliktregelung und Kommunikation im Rahmen des rechtswissenschaftlichen Studiums als Schwerpunkt zu wählen.



Termin: Tag der Mediation
Zeit: Mittwoch, 18. Juni 2014, 10 bis 13 Uhr
Ort: Am Eisernen Tor, 8010 Graz

>> Mehr zum Thema lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der UNIZEIT!

Erstellt von Gerhild Kastrun

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Hochkarätige und hochdotierte Förderungen der EU konnten zwei Wissenschaftlerinnen der Universität Graz an Land ziehen. Starting Grants des European Research Council (ERC) in Höhe von jeweils 1,5 Millionen Euro gehen an die Humangeografin Heide Bruckner sowie die Sozialwissenschaftlerin Silvana Weiss.

Emissionen in Österreich 2025 gestiegen: Forschende der Uni Graz analysieren die Ursachen

Das Umweltbundesamt hat heute die Zahlen zu den Treibhausgasemissionen Österreichs 2025 veröffentlicht. Während in den Jahren 2022 bis 2024 der CO2-Ausstoß im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr stark gesunken ist, stieg er 2025 um knapp 0,7 Prozent wieder an. Forschende der Universität Graz haben analysiert, inwieweit dafür strukturelle Veränderungen in der Wirtschaft verantwortlich waren und welchen Anteil externe, kaum beeinflussbare Faktoren beigetragen haben. „2025 führte der im Vergleich zu 2024 kältere Winter zu einer Zunahme der Emissionen um 0,81 Prozent, die schwache Konjunktur hingegen ließ sie um 0,38 sinken. Rechnet man diese Einflüsse heraus, beobachten wir 2025 einen Anstieg um 0,26 Prozent relativ zum Vorjahr“, berichtet Volkswirt und Klimaökonom Karl Steininger. „Damit ist Österreich eindeutig nicht am richtigen Kurs, um seine Klimaziele – eine signifikante Emissionsminderung bis 2030 – zu erreichen“, so der Forscher.

Elektrisierend: Forschende filmen die ersten Augenblicke auf dem Weg von Licht zu Strom

Physikern der Universität Graz ist gemeinsam mit Kolleg:innen der Universität Marburg und des Forschungszentrums Jülich ein wissenschaftlicher Durchbruch gelungen. Erstmals konnte die Geburt von elektrischer Energie aus Licht gefilmt und theoretisch beschrieben werden. Die Arbeit ist von weitreichender Bedeutung, unter anderem für die Optimierung nachhaltiger Energiegewinnung aus Photovoltaik. Denn sie liefert fundamentale Bausteine für das Verständnis der physikalischen Prozesse, wie sie etwa in organischen Solarzellen stattfinden. Das Paper wurde in der Fachzeitschrift Physical Review X, einem der weltweit renommiertesten Journale für Physik, publiziert.

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