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Universität Graz Neuigkeiten Ohne Schranken

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Donnerstag, 04.03.2021

Ohne Schranken

In den Erasmus+-Bildungsprojekten ist grenzüberschreitende Teamarbeit gefragt. Foto: geralt/pixaybay.com

In den Erasmus+-Bildungsprojekten ist grenzüberschreitende Teamarbeit gefragt. Foto: geralt/pixaybay.com

Die genehmigten Erasmus+ Projekte aus dem Call 2020 im Kurzportrait - Teil 2

Das Erasmus+ Programm der Europäischen Kommission fördert neben Mobilitätsaktivitäten auch internationale Kooperationsprojekte im Bildungsbereich. Seit Beginn des Programms im Jahr 2014 konnte die Universität Graz Fördermittel für zahlreiche Projekte in verschiedenen Erasmus+ Unteraktionen akquirieren. Die Umsetzung von Bildungsprojekten mit Partnereinrichtungen aus unterschiedlichen Ländern trägt zur internationalen Sichtbarkeit der Universität bei und fördert den grenzüberschreitenden Dialog und Austausch zu bildungsrelevanten Themen sowie die Entwicklung und den Transfer von innovativen Bildungsansätzen.

Mit zwölf genehmigten Projekten kann die Universität Graz infolge der Erasmus+ Antragsrunde 2020 an den Erfolg aus dem Vorjahr anschließen, als mit ebenfalls zwölf Projekten die höchste Erfolgsquote seit Beginn des Programms verzeichnet wurde. Die Universität Graz koordiniert vier der zwölf genehmigten Projekte, in den anderen ist sie Partnerin. Im zweiten Teil einer dreiteiligen Serie von online Meldungen zu den Erasmus+ Projekten aus der Antragsrunde 2020 stellen wir die vier Strategischen Partnerschaften vor, die von der Universität Graz koordiniert werden.

 

Projekttitel: The Global Citizenship and Multilingual Competences (GCMC) Toolkit
Projektleitung an der Uni Graz: Sarah Mercer, Institut für Anglistik
Webseite: https://gcmc.global

Mit dem GCMC Toolkit möchte das Projekt eine online Weiterbildung zur Verfügung stellen, die Lehrenden aller Fächer in der Sekundarschulstufe aufzeigt, wie sie Aspekte einer „Global Citizenship Education“ und mehrsprachige pädagogische Ansätze auf nachhaltige Weise in ihre Unterrichtspraxis integrieren können. Zu diesem Zweck werden im Projekt zunächst Beispiele für bewährte Praktiken im Unterrichten von „Global Citizenship“ und für mehrsprachige Unterrichtsmethoden in unterschiedlichen Kontexten gesammelt. Davon ausgehend sollen für das GCMT Toolkit die folgenden Elemente erarbeitet werden:

•    Ein Werkzeug zur Selbstreflexion von Lehrkompetenzen in Bezug auf das Unterrichten von „Global Citizenship“ und mehrsprachige Pädagogik
•    Ein online Kurs zur fachlichen Weiterbildung
•    Ein Trainings- und Implementierungshandbuch
 

Projekttitel: Schüler_innen diskutieren kontroverse Fragen zum Klimawandel. Entwicklung schriftlicher Argumentationsfähigkeiten in der Erst-, Zweit- und Fremdsprache Deutsch im mehrsprachigen europäischen Kontext (DiaLog)
Projektleitung an der Uni Graz: Sabine Schmölzer-Eibinger, Fachdidaktikzentrum Deutsch als Zweitsprache & Sprachliche Bildung

Argumentationskompetenz ist eine wesentliche Voraussetzung für die Partizipation am gesellschaftspolitischen Diskurs. Um sie zu fördern, wird im dreijährigen Projekt DiaLog der Einfluss vorgelagerter mündlicher Argumentationsaktivitäten auf das spätere schriftliche Argumentieren in der Schule untersucht: 16-jährige SchülerInnen in den Niederlanden, Österreich und Tschechien diskutieren kontroverse Fragestellungen zum Klimawandel. Dabei werden zwei verschiedene didaktische Ansätze entwickelt und evaluiert sowie international einsetzbare Unterrichtsmaterialien für den Deutschunterricht in mehrsprachigen Kontexten erarbeitet und erprobt. Zudem wird der Austausch von Lehrkräften in allen drei Ländern gefördert und gemeinsam die Unterrichtspraxis zum Argumentieren reflektiert.

 

Projekttitel: Lit. Up Your Phones: A Digital Toolkit for ESL/EFL Classroom to Combat Social Inequalities in Times of Covid19 Crises (DigLit)
Projektleitung an der Uni Graz: Roberta Maierhofer, Zentrum für Inter-Amerikanische Studien

Das zweijährige Projekt hat zum Ziel, eine kritische Auseinandersetzung mit Diversität und Gleichberechtigung zu fördern und durch die Verwendung von zugängigen Technologien (Smartphones & gratis Apps) sozialen Ungleichheiten entgegenzuwirken. Lernende werden sich mit Jugendliteratur beschäftigen und mit Apps digitale Narrative, z.B. kurze Videos, erstellen. Eine Toolbox mit didaktischen Guides und einer Kollektion an Jugendliteratur wird kreiert. Die Zielgruppe sind B1+ ESL/EFL Lernende, Lehrende und Studierende. Unter der Leitung von Roberta Maierhofer und Hermine Penz wird DigLit mit fünf Partnereinrichtungen durchgeführt: Ca’ Foscari Universität Venedig (IT), Universität Pécs (HU), Ursulinen Gymnasium Graz (AT), Liceo Scientifico Tron (IT), Pécsi Tudományegyetem Gyakorló Általános Iskola, Gimnázium és Óvoda (HU).

 

Projekttitel: Virtual Interface for Smart Interactions Online (VISION)
Projektleitung an der Uni Graz: Sandra Hummel, Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft

Wie lassen sich Didaktik, Kreativität und Einfachheit in der digitalen Lehre so verbinden, dass Lehrende und Studierende zielgerichteter ihre Aufgaben erfüllen können? VISION entwickelt dafür ein flexibles Smart Authoring Tool, das Lehrenden die Erstellung individualisierter Online-Kurse ermöglicht. Wie bei einem Webseiten-Baukastensystem können Applikationen ausgewählt, frei platziert und gestaltet werden. Die Kurse sind in jedes Scorm-kompatible Lernmanagementsystem, z.B. Moodle, integrierbar. Ein kursspezifischer Chatbot Tutor erleichtert dabei die Kommunikation mit den Studierenden, z.B. Erinnerung an Fristen. Ein Online Train-the-Trainer Kurs führt in die Benutzung der Smart Tools ein und gibt praktische Anregungen für didaktisch zielführende Kurskreationen. Damit eröffnet VISION auf einfache Weise neue Möglichkeiten, ansprechende digitale Lernumgebungen zu gestalten. 

Erstellt von Elisabeth Kirchner-Zingl & Gerhild Leljak

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