„Unsere Beobachtungen deuten darauf hin, dass Flade Isblink immer stärker an Eis verliert und somit zum Anstieg des Meeresspiegels beiträgt“, berichtet Jonathan Fipper vom Institut für Geographie und Raumforschung der Universität Graz. Jedoch gab es bislang vor Ort wenig Messungen der Lufttemperatur in unterschiedlichen Höhen, die helfen, die Gletscher- und Klimaveränderungen besser zu verstehen. Die Wissenschaftler:innen ermittelten mit unbemannten Fluggeräten 130 vertikale Temperaturprofile über verschiedenen Geländeoberflächen. „Bis zu einer Höhe von rund 100 Metern beeinflusst die Bodenbeschaffenheit – also Eis, Stein oder Wasser – signifikant die Lufttemperatur“, fasst Fipper die Ergebnisse zusammen.
Mithilfe der gesammelten Daten untersuchte das Team die Beziehung von Gletscherschmelze und Temperaturbedingungen. „Da die Eiskappe vergleichsweise flach ist, kann sie durch die Klimaerwärmung besonders stark abtauen“, ergänzt der Forscher. Die aus der Studie gewonnenen Erkenntnisse sind ein erster Schritt, um die Entwicklung besser zu verstehen. Es braucht nun weitere Studien über die sich verändernden Umweltbedingungen in der Region.
Donnerstag, 29.01.2026