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Universität Graz Neuigkeiten Neu gedacht

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Montag, 20.01.2020

Neu gedacht

Die Universität Graz erhielt den Zuschlag für zwei Digitalisierungs-Projekte. In einem Vorhaben geht es um den Anspruch, geisteswissenschaftliche Daten und Fakten nachhaltig digital aufzubereiten und zu speichern. Im zweiten Projekt forcieren PädagogInnen den Aufbau eines eigenen Zentrums für Inklusive Bildung. Foto: shutterstock.com

Die Universität Graz erhielt den Zuschlag für zwei Digitalisierungs-Projekte. In einem Vorhaben geht es um den Anspruch, geisteswissenschaftliche Daten und Fakten nachhaltig digital aufzubereiten und zu speichern. Im zweiten Projekt forcieren PädagogInnen den Aufbau eines eigenen Zentrums für Inklusive Bildung. Foto: shutterstock.com

Digitalisierungs-Initiative des Ministeriums: Die Universität Graz ist stark vertreten, in zwei Projekten hat sie die Leitung über

"Digitale Transformation der österreichischen Geisteswissenschaften" und "Aufbau eines Forschungszentrums für Inklusive Bildung" sind zwei der 35 Projekte, die vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung im Rahmen einer Sonderfinanzierung für Digitalisierungsvorhaben an österreichischen Universitäten gefördert werden. Bei diesen beiden Projekten hat die Universität Graz den Lead, sie ist aber in zahlreichen anderen Vorhaben als Partnerin mit im Boot. Insgesamt stellt das Ministerium 50 Millionen Euro dafür zur Verfügung.

"Aus meiner Perspektive sind die Digital Humanities zentral für die kommende Digitalisierung. Denn diese ist geprägt durch Künstliche Intelligenz und Robotik. In dieser Welt werden wir Menschen uns auf Kreativität konzentrieren können. Maschinen haben bisher menschliche Muskelkraft ersetzt. In Zukunft werden sie auch viele Denkleistungen ersetzen", betonte Petra Schaper-Rinkel, Vizerektorin für Digitalisierung an der Uni Graz, bei der offiziellen Präsentation im Ministerium am Montagvormittag.

 

"Digitale Tranformation der österreichischen Geisteswissenschaften"
Die von den Geisteswissenschaften erforschten Themen spiegeln die menschliche Bewältigung sozialer Transformation in Form von Literatur, Kunst und historischer Selbstvergewisserung. Mit diesem Projekt werden sie Teil der digitalen Kultur und der Zugang zu ihnen wird demokratisiert. Aus dem Projekt entstehen Forschungsdaten und digitale Methoden, die in Lehre und Wissenstransfer eingesetzt werden können. Die Nutzung auch außerhalb der engen Fachgebiete ist garantiert. Damit schaffen die digitalen Geisteswissenschaften umfangreiche Data Literacy.
In Österreich haben sich in den vergangenen Jahren in Geschichtsforschung, Sprach- und Literaturwissenschaften, Kunst- oder Musikforschung digitale Infrastrukturen, Forschungs- und Lehrmethoden entwickelt. Die Geisteswissenschaften gestalten den Prozess der digitalen Transformation aktiv mit. Im Projekt "Digitale Transformation der österreichischen Geisteswissenschaften" werden disziplinen- und institutionenübergreifend digitale Trainingsszenarien für die Forschung selbst ebenso wie Tutorials und Module für die universitäre Lehre erarbeitet. Aus realen Forschungsprozessen entstehen barrierefreie Ressourcen, die Studierende vor und während des Studiums individuell unterstützen. Ein breit aufgestelltes Konsortium bürgt für Diversität der Inhalte und Umsetzung. Damit ist die Anwendbarkeit in der österreichischen Universitätslandschaft und darüber hinaus gewährleistet. Durch die Dissemination über die einschlägigen Portale (EOSC, #dariahTeach) und die Anwendung von FAIR-Prinzipien und Open Access werden die Ergebnisse nachhaltig verankert.

Aufbau eines Zentrums für Inklusive Bildung
Inklusion und Digitalisierung zählen zu den großen Chancen und Herausforderungen der kommenden Jahre. Sie machen grundlegende Veränderungen im Bildungssystem notwendig, ermöglichen aber auch eine deutliche Steigerung der Qualität von Lehre und Unterricht. Um die digitale Transformation für die Förderung der sozialen Dimension zu nutzen, wird in Kooperation zwischen Universität Graz, der PH Steiermark und der KPH Graz ein Verbundzentrum für inklusive Bildungsforschung aufgebaut. Ziel des Verbundzentrums ist die Kooperation in nationalen und internationalen Forschungsprojekten zu Themen der Digitalisierung und Inklusion, sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der empirischen Inklusionsforschung. Angebunden an dieses Verbundzentrum wird ein „Digital Lab for Inclusion“, ein Forschungs- und Experimentierfeld für Schule und Hochschule. In diesem Lab werden Methoden und Werkzeuge entwickelt, die den inklusiven und differenzierten Unterricht unterstützen. Das Verbundzentrum erforscht und entwickelt Methoden und Strategien zu inklusivem digitalem Lehren und Lernen.
Das „Digital Lab for Inclusion“ fördert die Kompetenzentwicklung von Lehrpersonen, entwickelt OERs für inklusiven Unterricht, erforscht Einsatzmöglichkeiten von assistiven Technologien und ermöglicht Individualisierung in heterogenen Gruppen durch adaptiven Unterricht. Das Zentrum verstärkt die Sichtbarkeit der Forschung zu Inklusion und Digitalisierung und fördert die Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen PartnerInnen.

Digitale Inhalte im Unterricht: Die Universität Graz baut ein Zentrum für Inklusive Bildung auf. Foto: Shutterstock.com
Digitale Inhalte im Unterricht: Die Universität Graz baut ein Zentrum für Inklusive Bildung auf. Foto: Shutterstock.com
Erstellt von Konstantin Tzivanopoulos

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