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Universität Graz Neuigkeiten Mitten im Leben

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Freitag, 25.10.2019

Mitten im Leben

Netzwerktreffen anlässlich des zehnjährigen Bestehens: Vortragende Maria Varela, Rektor Martin Polaschek, Organisatorinnen Annette Sprung und Katharina Scherke; Foto: Uni Graz/Eklaude ©Uni Graz/Eklaude

Netzwerktreffen anlässlich des zehnjährigen Bestehens: Vortragende Maria Varela, Rektor Martin Polaschek, Organisatorinnen Annette Sprung und Katharina Scherke; Foto: Uni Graz/Eklaude

Forschungscluster sucht Wege für sozialen Zusammenhalt

Wie lernt man Solidarität? Wo funktioniert das multikulturelle Zusammenleben am besten? Warum muss man Altenpflege neu denken? Ob für den Umgang mit sozialen Randgruppen, Hürden für internationale Wirtschaftsbeziehungen oder rechtliche Maßnahmen für ein reibungsloses Miteinander – das Forschungsnetzwerk „Heterogenität und Kohäsion“ an der Universität Graz findet Lösungen. Ein aktuelles Projekt analysiert beispielsweise, wie freiwilliges Engagement in der Flüchtlingsbetreuung auf die Ehrenamtlichen wirkt. Sie werden sich der eigenen Privilegien bewusst, entwickeln ein besseres Verständnis für globale Zusammenhänge und werden mitunter zu VermittlerInnen zwischen MigrantInnen und Einheimischen, so die Ergebnisse.

Insgesamt arbeiten knapp 250 WissenschafterInnen aller Fakultäten an brennenden sozialen Fragen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Verantwortung der Universität Graz. Pro Jahr werden dafür durchschnittlich zwei Millionen Euro an Fördergeldern lukriert. Am 25. Oktober feierte das Netzwerk sein zehnjähriges Bestehen. „Die Frage, wie sozialer Zusammenhalt angesichts gesellschaftlicher Vielfalt gestaltet werden kann, wird immer wieder neu und auch konfliktreich in Öffentlichkeit und Politik verhandelt“, verweist Sprecherin Katharina Scherke auf die Aktualität der Forschungen. „Man denke etwa an Diskussionen über den Umgang mit Migrationsprozessen oder die Zukunft supra-nationaler Zusammenschlüsse wie der EU. Der Bedarf an wissenschaftlich-kritischer Reflexion derartiger Fragen ist also eindeutig gegeben.“
Der Forschungsschwerpunkt mit seinem Facettenreichtum biete eine wirkliche Chance für die Zukunft, ist auch Rektor Martin Polaschek überzeugt. „Gerade als Allgemeinuniversität haben wir jetzt die Möglichkeit, uns besonders gut in gesellschaftliche Diskurse einzubringen“, betonte er bei der Festveranstaltung.

 

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