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Universität Graz Neuigkeiten Hilfe statt Hürde

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Freitag, 14.10.2022

Hilfe statt Hürde

Darstellung eines großen Smartphones mit einer Person davor und einer, die hinter dem Smartphone hervorschaut. Grafik: Projekt digi@socialwork

Die Möglichkeiten der Digitalisierung werden in der Sozialen Arbeit von den Beschäftigten geschätzt, vor allem wenn die technische Ausstattung und die organisatorischen Rahmenbedingungen passen. Grafik: Projekt digi@socialwork

Projekt unterstützt positiven Einsatz der Digitalisierung in der Sozialen Arbeit

Jugendliche in Krisen online begleiten, via digitaler Tools Eltern am Alltag ihrer Kinder in Betreuungseinrichtungen teilhaben lassen oder Arztbesuche für Senior:innen koordinieren – die Digitalisierung ist auch in der Sozialen Arbeit nicht mehr wegzudenken. Und sie wird von den dort tätigen Fachkräften auch geschätzt, vor allem wenn die Ausstattung und die organisatorischen Rahmenbedingungen passen. Das ergab eine österreichweite Online-Umfrage. Im Rahmen des Forschungsprojekts „digi@socialwork“ am Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft der Universität Graz haben Sabine Klinger und Andrea Mayr mit ihrem Team erhoben, wie im Sozialbereich Beschäftigte – vom Kindergarten bis zum Senior:innen-Zentrum – neue Technologien nutzen und wie sie damit zurechtkommen.

Rund 1250 Fachkräfte nahmen an der Befragung teil. „Die Ergebnisse haben uns überrascht“, berichtet Andrea Mayr: „Dass die Digitalisierung auf so hohe Akzeptanz stößt, haben wir nicht erwartet.“ Dabei dürfte auch die Covid-19-Pandemie eine Rolle gespielt haben, ergänzt Sabine Klinger. In dieser Zeit wurden digitale Tools noch stärker genutzt, um Dienstleistungen wie etwa Beratungen und den Austausch mit Kolleg:innen und Netzwerkpartner:innen aufrechterhalten zu können.

Digitalisierung braucht Strategie
Neben neuen Möglichkeiten und Erleichterungen bringen die modernen Technologien aber auch Herausforderungen mit sich. Diese reichen von den dafür notwendigen Kompetenzen über den Datenschutz bis hin zur Trennung von Arbeits- und Freizeit. Um damit gut zurechtzukommen und die Chancen tatsächlich im Sinne einer Verbesserung nutzen zu können, sei eine transparente Strategie der Arbeitgeber:innen für die Digitalisierung notwendig: „Wichtig sind klare Regeln und Richtlinien, Zeit und Ressourcen für die Einarbeitung in neue Tools, eine gute technische Ausstattung sowie Möglichkeiten der Mitgestaltung. Denn die Beschäftigten kennen die Anforderungen im Alltag am besten. Leitung und Management brauchen diese Perspektive für zielführende Entscheidungen“, betonen die Wissenschafter:innen.

Aus gemeinsamen Diskussionen und Ideen-Labs der Forscher:innen mit Fachkräften der Sozialen Arbeit wurde eine Tool-Box mit konkreten Handlungsempfehlungen und Best-Practice-Beispielen entwickelt. Sie steht Beschäftigten und Organisationen zur Verfügung und soll die positive Gestaltung von Digitalisierungsprozessen unterstützen.

Das Forschungsprojekt „digi@socialwork“ wurde aus Mitteln des Projektfonds Arbeit 4.0 der Arbeiterkammer Steiermark finanziert.
>> mehr Informationen

Erstellt von Gudrun Pichler

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