Sie sind für die geophysikalische Forschung an der Universität Graz von großer Bedeutung: Die Messungen der Wetterstation im Bereich Heinrichstraße 31 – unter der wissenschaftlichen Leitung von Ulrich Foelsche – liefern tagtäglich das entsprechende Datenmaterial unter anderem zu Temperatur und Niederschlag. Die Werte fließen zudem ins Messnetz der GeoSphere Austria, finden sich somit auch als offizielles Wetter der Landeshauptstadt Graz auf vielen Plattformen.
Und was sich bereits abgezeichnet hat, bestätigen nun die Auswertungen der technischen Betreuer Christoph Resch-Anzengruber und Philipp Rohr.
Der bislang heißeste Tag wurde heuer am 4. August mit 37,8 Grad Celsius gemessen. Damit wurde der Allzeit-Spitzenwert mit 38,1 Grad Celsius am 29. Juli 2013 und am 8. August 2013 nur um ein paar Zehntelgrad verfehlt. Unter den Top 10 der heißesten Tage stammen jedoch allein vier aus 2026.
Rekordjagd
Eingestellt wurden im Sommer 2026 jedoch Rekorde an heißen sowie extrem heißen Tagen. An sechs Tagen gab es Temperaturen über 35 Grad, 2013 waren es vier gewesen. Seit Messbeginn verzeichnete die Uni-Graz-Wetterstation übrigens insgesamt 26 Tage mit über 35 Grad.
Sogenannte Hitzetage mit mehr als 30 Grad gab es bislang 44. Für den Meteorologen Ulrich Foelsche vom Institut für Physik sehr bemerkenswert, weil der Jahrhundertsommer 2003 mit 41 Hitzetagen auf Platz 2 der Bestenliste verwiesen wird.
Weiters sehr auffällig: In den vergangenen 132 Jahren wurden 137 Tropennächte – in denen es nie kühler als 20 Grad wird – registriert, davon allein heuer neun. 2024 waren es sogar elf Tropennächte.
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