Von frühen Pionierinnen an der Universität Graz bis zu Frauen, deren Arbeit Astronomie, Physik oder Raumfahrtgeschichte mitgeschrieben hat, spannt die Ausstellung einen weiten Bogen. Auch die aktuelle Sonderausstellung zur Demokratie wird um weibliche Perspektiven ergänzt. Das Hans Gross Kriminalmuseum rückt zeitgleich das Thema “Gewalt an Frauen” in seinen Mittelpunkt.
Die Ausstellung behandelt unter anderen: Seraphine Puchleitner (1870–1952), erste ordentliche Hörerin und erste promovierte Frau der Universität Graz; Caroline Herschel (1750–1848), die im Lauf eines Jahrzehnts acht Kometen entdeckte und wichtige Arbeit bei der Beobachtung, Vermessung und Katalogisierung von Sternen und Nebeln leistete; Lisa Kaltenegger, die erforscht, wie sich bewohnbare Exoplaneten und mögliche Spuren von Leben anhand des Lichts ihrer Atmosphären erkennen lassen; Susanne Ferrari, die sich als erste Frau in Graz in den Rechtswissenschaften habilitierte; Daphne-Ariane Simotta, ab 1992 erste ordentliche Professorin an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Graz; NASA-Mathematikerin Katherine Johnson (1918–2020), die Flugbahnen für die frühen bemannten US-Raumfahrtmissionen berechnete; Hisako Koyama (1916–1997), die über Jahrzehnte hinweg systematisch Sonnenflecken dokumentierte und damit eine zentrale Referenz für die langfristige Sonnenaktivität schuf; Octavia Aigner-Rollett (1877–1959), die als erste Frau in Graz und der Steiermark eine eigene ärztliche Praxis führte. Auch das Leben und Wirken der Physikerinnen Lise Meitner, Marie Curie, Laura Bassi, Maria Goeppert-Mayer, Anne L’Huillier und Donna Strickland wird beleuchtet. Frauen, die sich für Demokratie stark gemacht haben, und die die Ausstellung thematisch aufgreift, sind Olympe de Gouges und Karoline Perin-Gradenstein.
Eröffnet wurde „Frauen in der Forschung“ am 2. Oktober 2026 im Foyer der Universitätsbibliothek von Rektor Peter Riedler, der die thematische Breite der Ausstellung und deren Verankerung in den verschiedenen Sparten - UniGraz@Museum und Hans Gross Kriminalmuseum - hervorhob.
Schon am Samstag, 3. Oktober 2026, gibt es die nächste Gelegenheit zum Entdecken: Bei der ORF-Langen Nacht der Museen ist die Universität Graz von 18 bis 24 Uhr mit acht Standorten vertreten. „Frauen in der Forschung“ ist dabei ebenso zu sehen wie diese Ausstellungen und Sammlungen der Universität Graz: Botanischer Garten, Mineralogische Sammlung, Universitätsbibliothek, Aula mit Rektor:innengalerie, Hans Gross Kriminalmuseum und UniGraz@Museum.