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Universität Graz Neuigkeiten Gegen den Strich gelesen

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Montag, 18.11.2013

Gegen den Strich gelesen

Die Organisatorinnen Ursula Mindler (l.) und Heidrun Zettelbauer (r.) mit Jubilar Dieter A. Binder.

Die Organisatorinnen Ursula Mindler (l.) und Heidrun Zettelbauer (r.) mit Jubilar Dieter A. Binder.

Das Impulsreferat hielt Jürgen Straub von der Ruhr-Universität Bochum.

Das Impulsreferat hielt Jürgen Straub von der Ruhr-Universität Bochum.

Harald Heppner, Leiter des Instituts für Geschichte, pries Binder als kritischen, verlässlichen und humorigen Wissenschafter par excellence.

Harald Heppner, Leiter des Instituts für Geschichte, pries Binder als kritischen, verlässlichen und humorigen Wissenschafter par excellence.

Arne Ziegler, Vizedekan der Geisteswissenschaftlichen Fakultät, betonte in seinen Eröffnungsworten die Notwendigkeit, kritisch gegen den Strich zu lesen. Den ersten Panel moderierte Katharina Scherke, Vizedekanin der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftl

Arne Ziegler, Vizedekan der Geisteswissenschaftlichen Fakultät, betonte in seinen Eröffnungsworten die Notwendigkeit, kritisch gegen den Strich zu lesen. Den ersten Panel moderierte Katharina Scherke, Vizedekanin der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät (sitzend).

Gemeinderat Thomas Rajakovics überbrachte die Grüße von Bürgermeister Siegfried Nagl.

Gemeinderat Thomas Rajakovics überbrachte die Grüße von Bürgermeister Siegfried Nagl.

Symposium zum 60. Geburtstag von Dieter A. Binder

Fakten kritisch reflektieren, Entwicklungen wissenschaftlich hinterfragen, Perspektiven anders denken - kurz, "gegen den Strich lesen". Unter diesem Motto kann das Wirken von Ao.Univ.-Prof. Dr. tit.Univ.-Prof. Dieter A. Binder zusammengefasst werden. Es ist auch Titel eines Symposiums, das anlässlich des 60. Geburtstags des renommierten Zeithistorikers am Freitag, 15. November 2013, stattfand. Ein ambitioniertes Programm befasste sich mit dem Spannungsfeld von Gesellschaft und Individuum in der österreichischen (Zeit-)Geschichte.

 

Die Organisatorinnen der Tagung, Ass.-Prof. Dr. Heidrun Zettelbauer vom Institut für Geschichte der Uni Graz, und Dr. Ursula Mindler von der Andrássy Universität Budapest, wählten aus den unzähligen Forschungsschwerpunkten Binders - wie etwa jüdische Identitäten, Heimatkonstruktionen, Antisemitismus, Freimaurertum, Bürgerlichkeiten sowie religiöse und kulturelle Sinnstiftungsprozesse - die biographische Erzählung als Leitthema für die Tagung aus.

 

Der aktuelle "Hype" um geschriebenes Leben lässt sich in Zeiten der zunehmenden gesellschaftlichen Pluralisierung durch ein größeres Verlangen nach einer Stabilisierung der eigenen Identität erklären, fasste Zettelbauer zusammen. Das Bedürfnis nach Selbstpräsentation war auch ein Thema der Keynote Speech von Prof. Dr. Jügen Straub von der Ruhr-Universität Bochum. 

 

Zuvor hatten Univ.-Prof. Dr. Arne Ziegler und Ao.Univ.-Prof. Dr.h.c.mult. Dr. Harald Heppner Dieter A. Binders Kompetenzen als Forscher par excellence sowie seine persönlichen Qualitäten hervorgehoben: Kritisch, fleißig, humorig, stilvoll und verlässlich sei er nicht nur an der Universität Graz ein besonders geschätzer Kollege: Das Symposium war in Zusammenarbeit mit der Andrássy Universität Budapest organisiert worden, da Binder dort eine Professur für Kulturgeschichte und Kulturanthropologie innehat.

Erstellt von Gerhild Kastrun

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