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Universität Graz Neuigkeiten Einfach und Genial

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Mittwoch, 20.12.2017

Einfach und Genial

VESTIGIA-Leiter Erich Renhart gab den Anstoß, Manfred Mayer (r.) entwickelte den Traveller. Kürzlich wurde das 100. Gerät verkauft. Foto: Uni Graz/Tzivanopoulos ©Uni Graz/Tzivanopoulos

VESTIGIA-Leiter Erich Renhart gab den Anstoß, Manfred Mayer (r.) entwickelte den Traveller. Kürzlich wurde das 100. Gerät verkauft. Foto: Uni Graz/Tzivanopoulos

Das Gerät passt in einen handelslüblichen Schalenkoffer, der bei Flugreisen problemlos aufgegeben werden kann ©Uni Graz/Tzivanopoulos

Das Gerät passt in einen handelslüblichen Schalenkoffer, der bei Flugreisen problemlos aufgegeben werden kann

Der Traveller ist so konzipiert, dass er von einer Person aufgebaut werden kann ©Uni Graz/Tzivanopoulos

Der Traveller ist so konzipiert, dass er von einer Person aufgebaut werden kann

Der Traveller ist so konzipiert, dass er von einer Person aufgebaut werden kann ©Uni Graz/Tzivanopoulos

Eingesetzt wird er zur Digitalisierung wertvoller Schriften und Bücher, die nicht nach Graz an die UB gebracht werden können

Der Traveller, eine Erfindung zur mobilen Digitalisierung aus dem Hause Uni Graz, ist weltweit begehrt

Der „Traveller’s Conservation Copy Stand – TCCS 4232“ ist eine Erfindung von Weltformat. Die mobile Version des Grazer Büchertisches, der eigens für die schonende Digitalisierung von alten Schriften an der Universitätsbibliothek Graz (UB) und am VESTIGIA-Zentrum für die Erforschung des Buch- und Schrifterbe entwickelt wurde, feiert heuer sein zehnjähriges Jubiläum. „Ursprünglich war der Traveller für den Feldeinsatz von Uni-Graz-WissenschafterInnen gedacht, die an Handschriften in Armenien und Bulgarien forschen“, erinnert sich Manfred Mayer. Der Restaurator, der sich an der UB unter anderem mit Digitalisierung beschäftigt, ist der Erfinder des praktischen Geräts, das in einen handelsüblichen Koffer passt und mittlerweile in die ganze Welt verkauft wird. Und genau das ist das Erfolgskonzept des einzigartigen Travellers: „Wir haben damals mit der Serienreife des Prototyps eine Marktlücke geschlossen“, führt Mayer aus. Der mobile Büchertisch ist nämlich in nur zehn Minuten an jedem beliebigen Ort – vor allem in schwer zugänglichen Klosterbibliotheken – einsatzbereit. Er ist so konzipiert, dass ihn eine Person aufbauen und bedienen kann. Kernstück des rund 7 200 Euro teuren Geräts ist eine ausgeklügelte Laseroptik (Fokal Point Assistent), die es erlaubt, mit einer konstanten Schärfe der Kameralinse zu fotografieren. Und das stets im richtigen Maßstab. LEDs sorgen für eine einwandfreie und energiesparende Ausleuchtung des Objekts; optional kann auch UV-Licht eingesetzt werden. Damit lassen sich die Struktur der Oberfläche oder sogar verborgene Texte besser erkennen. Der Traveller funktioniert mit jeder Digitalkamera. In der Bücherwiege finden Objekte mit einer maximalen Größe von 42 mal 32 Zentimeter Platz.

Gefertigt wird der Traveller von einer steirischen Firma. Er besteht aus pulverbeschichtetem Aluminium und ist somit leicht und unverwüstlich. 100 Stück sind weltweit im Umlauf, das 101. Exemplar wird gerade gefertigt. Stationiert ist er von Algerien über Indonesien bis in die Vereinigten Staaten von Amerika. „Besonders stolz sind wir, dass er an der Library of Congress benutzt wird“, sagt Mayer. Ausgeliefert wird er in einem Schalenkoffer mit Zubehör und einer ausführlichen Gebrauchsanweisung. Das Paket hat ein Gesamtgewicht von 22,8 Kilogramm. Mit Absicht: Denn genauso viel beträgt üblicherweise die Freigepäcksgrenze bei Economy-Class-Flügen.  

Erstellt von Konstantinos Tzivanopoulos

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