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Universität Graz Neuigkeiten Die Kraft der Worte: Lesung für Gleichbehandlung aller Geschlechter

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Montag, 02.03.2026

Die Kraft der Worte: Lesung für Gleichbehandlung aller Geschlechter

Irmtraud Fischer

Irmtraud Fischer ist feminsistische Theologin und lädt zum neunten Mal zur "Langen Nacht der Genderlesung". Foto: Uni Graz/Schweiger

Sie ist schon ein Fixpunkt rund um den internationalen Frauentag: Die „Lange Nacht der Genderlesung“, die zum neunten Mal am 6. März 2026 um 17 Uhr im Graz Museum startet. Im Zehn-Minuten-Takt lesen Vertreter:innen aus Wissenschaft, Politik und Kunst Texte, die sich mit Gleichstellung sowie mit Frauen- und Geschlechterforschung beschäftigen. „Wir setzen damit ein öffentliches Zeichen für Gleichbehandlung und gegen Diskriminierung aufgrund des Geschlechts“, erklärt Organisatorin Irmtraud Fischer, feministische Theologin an der Universität Graz.

Irmtraud Fischer hat für die Lesung neben Vizebürgermeisterin Judith Schwentner und Katharina Freidorfer von der Steiermärkischen Sparkasse zahlreiche Wissenschaftler:innen der Uni Graz gewonnen. Darunter sind Soziologin Katharina Scherke, Historikerin Heidrun Zettelbauer sowie Rechtswissenschaftlerin Anita Ziegerhofer.

„Der Einsatz für Genderfairness und Frauenrechte ist nötiger denn je“, konstatiert Fischer. Konservative Gruppierungen sowie rechte Parteien, die weltweit im Vormarsch sind, wollen mit den „Tradwifes“ ein überholt geglaubtes Rollenbild neu beleben. „Frauen sollen zurück an den Herd, möglichst viele Kinder bekommen und um den Ehemann kreisen“, kritisiert die Wissenschaftlerin. Dazu wird unter anderem auch hierzulande genderfaire Sprache abgeschafft, werden in Ungarn Rechte queerer Menschen beschnitten und in Kroatien Gender Studies verboten. Irmtraud Fischer warnt: „Das hat System. Die Gleichbehandlung aller Geschlechter und aller sexueller Orientierungen wird als Gefährdung der Institution der Familie und damit als Schädigung der Gesellschaft eingestuft.“

Die Veranstaltung wird von der Steiermärkischen Sparkasse und der Vizerektorin für Internationalisierung und Gleichstellung der Universität Graz unterstützt sowie in Kooperation mit dem Graz Museum durchgeführt. Der Eintritt ist frei. 
⇒ mehr erfahren

Erstellt von Andreas Schweiger

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