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Universität Graz Neuigkeiten Darwins These

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Donnerstag, 21.01.2016

Darwins These

Der Pfau beeindruckt mit seinem bunten Federkleid die Weibchen und vererbt das Aussehen an die Nachkommen. Wie sich diese sexuelle Selektion berechnen lässt, hat Karoline Fritzsche herausgefunden. Foto: Pixabay

Der Pfau beeindruckt mit seinem bunten Federkleid die Weibchen und vererbt das Aussehen an die Nachkommen. Wie sich diese sexuelle Selektion berechnen lässt, hat Karoline Fritzsche herausgefunden. Foto: Pixabay

Karoline Fritzsche zeigt in aktueller Publikation, wie man sexuelle Selektion am besten messen kann

Je bunter der Paradiesvogel, je imposanter das Rad des Pfaus, desto attraktiver sind diese Tiere für ihre Weibchen. In der Folge können sich auffallende Männchen stärker fortpflanzen und ihre Eigenschaften weiter vermehren, so die Hypothese von Charles Darwin, die sich auf viele Arten in der Tier- und Pflanzenwelt bezieht. „Die so genannte sexuelle Selektion, wirkt auf Kriterien, die den Paarungserfolg beeinflussen und nach denen sich Tiere zum Beispiel PartnerInnen für die Fortpflanzung aussuchen. Sie beeinflusst tatsächlich die Herausbildung neuer Arten oder die Ausbreitung bestimmter Eigenschaften“, erklärt Karoline Fritzsche vom Institut für Zoologie der Uni Graz. Um diese Annahme auch wissenschaftlich zu untermauern, gibt es verschiedene Berechnungsversuche, die allerdings allesamt ihre Tücken haben. Fritzsche hat mit zwei KollegInnen in einer neuen Studie, die das Fachmagazin PNAS kürzlich online veröffentlich hat, mehrere Methoden verglichen und die beste ermittelt.

„Wir haben die gebräuchlichsten Berechnungen, die oft in empirischen Untersuchungen verwendet werden, einander gegenübergestellt und festgestellt, dass es markante Unterschiede gibt“, berichtet die Zoologin. Gerade die gängigste Methode funktioniert bei weitem nicht so zuverlässig, wie es von vielen Wissenschaftlern angenommen wird. Für ihre Studie mit dem Titel „A rigorous comparison of sexual selection indexes via simulations of diverse mating systems” modellierte Fritzsche fünf verschiedene Paarungssysteme – etwa monogame oder solche, wo sich Weibchen beziehungsweise Männchen auf Partnerwahl begeben. So erhielt sie wirklichkeitsnahe Daten und kam zu dem überraschenden Ergebnis, dass der bislang unbeachtete Jones-Index die Stärke von sexueller Selektion am besten repräsentiert. „Auch diese Berechnung hat ihre Limits, aber wenn man diese bei den Untersuchungen berücksichtigt, kommt man sehr gut voran“, resümiert die Wissenschafterin.

Link zur Publikation

Erstellt von Dagmar Eklaude

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