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Dienstag, 16.02.2021

Clip & klar

Auch nach der Pandemie: „Ein Teil des digitalen Angebots wird bleiben“, ist Elke Höfler, Fachdidaktikerin am Institut für Romanistik, überzeugt.

Auch nach der Pandemie: „Ein Teil des digitalen Angebots wird bleiben“, ist Elke Höfler, Fachdidaktikerin am Institut für Romanistik, überzeugt.

Unterrichtsexpertin der Universität Graz: „Online-Learning wird in der Klasse bleiben“

SchülerInnen und LehrerInnen sind in die Klassen zurückgekehrt. Mit Präsenzunterricht, ohne Home Schooling. „Aber ein Teil des digitalen Angebots wird bleiben“, ist Elke Höfler, Fachdidaktikerin am Institut für Romanistik, überzeugt. Blended Learning lautet der Fachbegriff, bei dem Online und Anwesenheit miteinander kombiniert werden.

„Der Unterricht müsste rasch adaptiert werden, und es braucht neue Materialien“, schildert die Wissenschafterin, die an der Universität Graz zum digitalen Lernen und Lehren forscht. Sie macht sich für eine überfällige Analyse der Home Schooling-Situationen stark. „Denn nur so kann aus der aktuellen Lage gelernt, nachhaltige Veränderung angedacht und vor allem umgesetzt werden.“
Denn auf die richtige und vor allem gute Mischung wird es in der Post-Corona-Zeit ankommen. 60 Prozent Präsenzunterricht, 40 Prozent Online, meint Höfler, könnte ein vernünftiges Maß für Blended Learning sein. Es komme auf das jeweilige Fach an und auf die entsprechende Gestaltung der Wissensvermittlung an. „Sprachen sind sicherlich aufwändiger.“

„Lehren und Lernen mit digitalen Medien ist fixer Bestandteil des Lehramtsstudiums“, bestätigt Catherine Walter-Laager, Vizerektorin für Studium und Lehre. Die fachdidaktische Ausbildung trage den Anforderungen seit Längerem Rechnung. Das unterstreichen Beispiele von Lehrveranstaltungen:
In Proseminaren entwickeln Studierende für den Sprachenunterricht spezielle Materialien und Szenarien, die sowohl in digitaler als auch analoger Form vorliegen und somit im Präsenzunterricht als auch im Distanzunterricht genutzt werden können.
Außerdem hat die Universität Graz in Kooperation mit anderen Hochschulen im Entwicklungsverbund Süd-Ost der Lehramtsausbildung zwei MOOCs (Massive Open Online Courses) für die „PädagogInnenbildung NEU" konzipiert und umgesetzt.

„Online-Unterricht hat nämlich seine Vorteile und zwar dann, wenn wir Online nicht auf Videokonferenzen beschränken“, sagt Elke Höfler in der Video-Reihe „Corona Clip & klar“:

Clip

 

Elke Höfler: "Ich hoffe nicht, dass der Online-Unterricht nach dem Impfen wieder ganz weg sein wird. Online-Unterricht hat nämlich seine Vorteile und zwar dann, wenn wir Online nicht auf Videokonferenzen beschränken. Online-Unterricht bedeutet auch interaktive Übungen und Eins-zu-Eins-Training, das Lernende, zum Beispiel beim Aussprachetraining, in einem Einzelgespräch begleitet. Wenn wir geimpft sein werden, haben wir wieder unsere volle Handlungs- und Entscheidungsfreiheit. Wir können uns für die beste Methode und das beste Setting entscheiden, um das Lernziel zu erreichen und letztendlich das Beste für unsere SchülerInnen herauszuholen. Wir haben Nähe, wir haben Präsenz. Wir haben zudem individuelle Lernphasen – sowohl online als auch im Klassenzimmer – so wie man es am besten braucht."

Erstellt von Andreas Schweiger

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