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Universität Graz Neuigkeiten Moleküle berechnen

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Mittwoch, 09.06.2021

Moleküle berechnen

Chemiker Adrian Daniel Boese forscht in den nächsten vier Monaten am Weizmann-Institut in Israel an neuen Berechnungsmethoden von Molekülen. Foto: Furgler.

Chemiker Adrian Daniel Boese forscht in den nächsten vier Monaten am Weizmann-Institut in Israel an neuen Berechnungsmethoden von Molekülen. Foto: Furgler.

Chemiker Adrian Daniel Boese forscht in den nächsten vier Monaten am Weizmann-Institut in Israel an neuen Berechnungsmethoden

Das Weizmann-Institut für Wissenschaften ist eine der weltweit führenden Hochburgen naturwissenschaftlicher Grundlagenforschung und vergleichbar mit den Max-Planck-Instituten in Deutschland. Daniel Boese erhielt in Israel als theoretischer Chemiker der Universität Graz einen Forschungspreis, das renommierte „Weston Visiting Professorship". Dort will er neues Dichtefunktional für intermolekulare Wechselwirkungen entwickeln. Diese Methode wird eingesetzt, um die Eigenschaften von Molekülen und Materialien am Computer zu ermitteln. Die hohe Relevanz dieses Forschungsthemas zeigt sich dadurch, dass die meist zitierten und somit wichtigsten Veröffentlichungen in der Chemie bzw. Physik jeweils Dichtefunktionale sind.
 
Adrian Daniel Boese wurde 2014 als Professor für Computational Physical Chemistry an die Universität Graz berufen - im Rahmen von NAWI Graz, einer Kooperation zwischen der Universität Graz und der TU Graz in den Naturwissenschaften. Er studierte Chemie in Deutschland und den USA, promovierte in Großbritannien und absolvierte Forschungsaufenthalte in Deutschland und Israel. Er ist Sprecher der Academy „Functional Nanostructures in Physics, Chemistry and Life Sciences“ (NanoGraz), einem Netzwerk von Forschungspersönlichkeiten, die grundlegende Fragen der Miniaturisierung für  Medizin und Industrie auf interdisziplinärer Ebene diskutieren und Lösungswege beschreiben. 

Auf theoretischer Ebene entwickelt Daniel Boese Einbettungsmethoden und Dichtefunktionale, bei denen er komplexe Systeme in einfacher Umgebung berechnet, zum Beispiel eingeschlossene Gasmoleküle in Eiskristallen. Dichtefunktionale könnten unter anderem verwendet werden um zu berechnen, wie man Erdgas aus Sedimenten am Meeresboden gewinnt und klimaneutral durch Kohlendioxid ersetzt. 

>> Weitere Informationen

 


Chemist Adrian Daniel Boese to spend the next four months researching new computational methods at the Weizmann Institute in Israel

The Weizmann Institute of Science is one of the world’s leading strongholds of basic research in the natural sciences and is comparable to the Max Planck Institutes in Germany. Daniel Boese received a research award in Israel as a theoretical chemist at the University of Graz, the prestigious “Weston Visiting Professorship”. There he wants to develop a new density functional for intermolecular interactions. This method is used to determine the properties of molecules and materials on the computer. The high relevance of this research topic is shown by the fact that the most cited and thus most important publications in chemistry or physics are density functionals, respectively.

Adrian Daniel Boese was appointed Professor of Computational Physical Chemistry at the University of Graz in 2014 - as part of NAWI Graz, a cooperation between the University of Graz and TU Graz in the natural sciences. He studied chemistry in Germany and the USA, earned his PhD in the UK and completed research stays in Germany and Israel. He is the speaker of the Academy “Functional Nanostructures in Physics, Chemistry and Life Sciences” (NanoGraz), a network of research personalities who discuss fundamental questions of miniaturization for medicine and industry on an interdisciplinary level and describe possible solutions.

On a theoretical level, Daniel Boese develops embedding methods and density functionals where he calculates complex systems in simple environments, for example trapped gas molecules in ice crystals. Density functionals could be used, among other things, to calculate how to extract natural gas from sediments on the ocean floor and replace it with carbon dioxide in a climate-neutral way.
 

 

Erstellt von Gerhild Leljak

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