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Universität Graz Neuigkeiten Mussolini, Macht und Mahnung

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Dienstag, 19.06.2018

Mussolini, Macht und Mahnung

Geschichte- und Romanistik-Student Felix Michael Hafner bei seinem Auslandseinsatz an Mussolinis Geburtsort. Fotos: Hafner

Geschichte- und Romanistik-Student Felix Michael Hafner bei seinem Auslandseinsatz an Mussolinis Geburtsort. Fotos: Hafner

Hier soll das neue Museum entstehen.

Hier soll das neue Museum entstehen.

Uni-Graz-Student hilft beim Aufbau eines antifaschistischen Dokumentationszentrums im Geburtsort des Diktators

Predappio, eine italienische Kleinstadt knapp 100 km südöstlich von Bologna, ist der Geburtsort von Benito Mussolini. Dort, wo bis heute viele NostalgikerInnen und NeofaschistInnen hinpilgern, soll durch die Unterstützung eines Studenten der Uni Graz ein Dokumentationszentrum errichtet werden.

Für Felix Michael Hafner ist der Ort nicht fremd. Er hat sich schon im Zuge seiner Bachelorarbeit an der Universität Graz wissenschaftlich mit dem schwierigen Erbe des Ortes auseinandergesetzt. Mithilfe einer Analyse von historischen Zeitungsberichten hat er die Überführung der sterblichen Überreste Mussolinis 1957 nach Predappio untersucht. Im Zuge seines Gedenkdienstes setzt der ambitionierte Student fort, was er in seiner Bachelorarbeit begonnen hat. Er wirkt dabei mit, vor Ort ein Dokumentationszentrum zu errichten. Genau dort, wo bis heute viele Nostaligker und offene Neofaschisten zum Grab Mussolini pilgern. Dieses Zentrum soll in der Casa del Fascio, dem ehemaligen Sitz der Faschistischen Partei, mitten im Ortszentrum eingerichtet werden.

Im Rahmen des Gedenkdiensts arbeiten die Gedenkdiener, einer besonderen Form des Zivildienstes, dunkle Kapitel der Geschichte auf und lernen dabei viel über die Gegenwart. So auch der Grazer Student Felix Michael Hafner, der in Italien seinen Auslandsdienst für den Staat Österreich ableistet. Durch viel Eigeninitiative und erfolgreiche Koordination mit dem Sozialministerium und der Botschaft hat er diese neue Einsatzstelle in Predappio initiiert.

Grundstein in Graz gelegt

Verbindungen zu schaffen ist etwas, das dem Kärntner generell am Herzen liegt. Auf der Uni Graz hat im Rahmen seines Geschichtsstudiums vernetzt zu denken gelernt. Etwas, das ihm bei seinem Einsatz enorm geholfen hat. Auch aus dem Bachelor Romanistik habe er viel mitnehmen können: Neben der Sprachausbildung, ohne die er die Gesamtheit an Unterlagen nicht lesen könnte, waren es vor allem auch die Inhalte der italienischen Kulturwissenschaft, die sich als besonders hilfreich erwiesen haben, um international arbeiten zu können. So ist es Hafners Überzeugung, dass in einer internationalen Auseinandersetzung die Antwort für eine gute Zukunftsgestaltung liegt.

Erstellt von Lisa Ganglbaur

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