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Universität Graz Neuigkeiten Mit Hertz und ohne Viren prüfen

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Montag, 29.06.2015

Mit Hertz und ohne Viren prüfen

Christine Kapper ist Expertin für elektronische Prüfungen an der UNi Graz. Foto: Uni Graz/Schweiger

Christine Kapper ist Expertin für elektronische Prüfungen an der UNi Graz. Foto: Uni Graz/Schweiger

Seit 2011 hat sich die Anzahl elektronischer Prüfungen an der Graz verdoppelt. Grafik: Kapper

Seit 2011 hat sich die Anzahl elektronischer Prüfungen an der Graz verdoppelt. Grafik: Kapper

Elektronisches Verfahren boomt an der Uni Graz

Die Konzentration ist fast spürbar, die Lernplätze sind voll belegt und die Studierenden eilen von Hörsaal zu Hörsaal: Es ist Prüfungszeit an der Uni Graz. Und es rauchen dabei nicht nur die Köpfe, es glühen auch die Computer. Denn mittlerweile werden knapp 40.000 Prüfungen pro Jahr, das ist jede sechste Prüfung an der Karl-Franzens-Universität, elektronisch durchgeführt. „Seit 2011 hat sich die Anzahl verdoppelt, wir liegen damit im deutschsprachigen Raum im Spitzenfeld“, weiß Christine Kapper von der Abteilung Lehr- und Forschungsunterstützung bei UNI-IT.
Elektronische Prüfungen – etwa 350 können derzeit gleichzeitig abgehalten werden – ziehen sich quer durch alle Studien. Die Rechtswissenschaftliche Fakultät hat zuletzt die Aktivitäten auf diesem Gebiet verstärkt. >> Mehr Info on.uni-graz.at/de/detail/article/test-mit-klick

Seit dem ersten elektronischen Test, der an der Uni Graz mehr als 15 Jahre zurückliegt, hat sich vieles getan. Heutzutage sind längst mehr als nur Multiple Choice-Fragen möglich, bestätigt Kapper. Textantworten können ebenso integriert werden wie Grafiken. Lehrende erhalten sowohl bei der Gestaltung als auch der Eingabe Unterstützung. Schnittstellen zu UNIGRAZonline erleichtern die Organisation und Administration. So werden die Daten automatisch ins Prüfungssystem übertragen. Zudem wird auf Sicherheit großes Augenmerk gelegt.
„Es handelt sich um eine sehr objektive Methode und Studierende erhalten schnell die Ergebnisse“, nennt Kapper zwei der Vorteile des elektronischen Instruments. Wenngleich die Expertin einräumt: „Es ist sicher nicht für alle Prüfungen geeignet.“

Aufnahmeverfahren zu den Lehramtsstudien
Die Expertise der Uni Graz wird von anderen Hochschulen stark nachgefragt. Das Aufnahmeverfahren für die Lehramtsstudien – ein durch Hochschulraumstrukturmittel gefördertes Kooperationsprojekt – läuft seit 2013 unter Federführung der Uni Graz. Insgesamt 18 Hochschulen sind daran beteiligt und entwickeln ein einheitliches, modular aufgebautes Aufnahmeverfahren. Bereits zwölf Bildungsinstitutionen setzen das neue Verfahren, das aus einem Online-Self-Assessment, einer computerbasierte Testung und einem Face-to-Face-Assessment besteht, heuer ein.
Neben der wissenschaftlich-inhaltlichen Entwicklung ist die Universität Graz vor allem bei der technischen Realisierung des gemeinsamen Großprojekts mit den ExpertInnen der UNI-IT als federführende Institution beteiligt.
„Ende Mai haben die ersten Prüfungsdurchgänge für die computerbasierte Testung stattgefunden. Etwa 1000 StudienwerberInnen waren zu den Online-Tests an den Pädagogischen Hochschulen Niederösterreich, Tirol und Vorarlberg angemeldet“, berichtet Elke Jantscher, Koordinatorin der Aufnahmeverfahren für die Lehramtsstudien.
Von Ende Juni bis Mitte Juli finden die nächsten Durchgänge für acht weitere Institutionen statt, vom 13. bis 17. Juli auch an der Universität Graz. Insgesamt werden rund 3700 Anmeldungen erwartet.
www.zulassunglehramt.at

Erstellt von Andreas Schweiger

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