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Universität Graz Neuigkeiten „Menschenrechte kein Tabu“

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Donnerstag, 18.12.2014

„Menschenrechte kein Tabu“

REWI-Dekan Joseph Marko im Interview

Die Rechtswissenschaftliche Fakultät hat mit zwei chinesischen Universitäten neue Partnerschaften angebahnt, siehe nebenstehenden Bericht. Dekan Joseph Marko erklärt im Interview die Pläne näher.

Herr Dekan, wie beurteilen Sie die Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit den Universitäten in Peking und Shanghai?
Beide Kooperationen sind sehr vielsprechend. Im Mittelpunkt werden der Austausch sowohl von Studierenden als auch von WissenschafterInnen stehen. Vor allem die Partner-Universität in Shanghai möchte sofort beginnen. Die Entwicklung eines gemeinsamen Studienprogrammes könnte später einmal aus der Zusammenarbeit resultieren.

Sind auch gemeinsame Forschungsprojekte geplant?
Der Bereich der Rechtssicherheit hat sich bei den Gesprächen als Arbeitsfeld herauskristallisiert. China will diese unterschiedlichen Zugänge besser kennenlernen. Denn insbesondere die Behörden auf lokaler Ebener arbeiten willkürlich, da will man Korruptionsvorwürfen und Protesten, wie etwa gegen große Infrastrukturprojekte, entgegenwirken.

Zwischen Österreich und China bestehen politisch sowie rechtlich gravierende Unterschiede. Wie geht die Fakultät damit um?
Menschrechte sind kein Tabuthema, auch wenn sich die chinesischen Ansichten von den westlich-liberalen Vorstellungen gravierend unterscheiden. China ist an der Auseinandersetzung mit dieser Frage interessiert.

Neu sind an der REWI-Fakultät auch die Praxisprofessuren. Was erwarten Sie sich davon?
Die Praxisprofessuren, die sich einem öffentlichen Ausschreibungsverfahren mit einer Kommission gestellt haben, bilden eine wichtige Ergänzung im Lehrangebot. Die theoretische Vermittlung wird mit der praktischen Anwendung verbunden. Ergänzende Exkursionen und Praktika erhöhen die beruflichen Chancen. Studierende können sich so Soft Skills für ihre künftige Arbeit im juristischen Umfeld antrainieren.

Welche Rolle spielen die Praxisprofessuren in der Forschung?
Sie stehen als JuristInnen im Berufsleben, sind zugleich voll im Lehr- und Forschungsbetrieb integriert. Sie erhalten damit die Möglichkeit, ihre praktische Erfahrung theoretisch zu reflektieren. Das soll sich auch in wissenschaftlichen Publikationen widerspiegeln.

Erstellt von Andreas Schweiger

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