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Universität Graz Neuigkeiten Maschine braucht Mensch

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Donnerstag, 20.08.2015

Maschine braucht Mensch

Die Nutzung künstlicher Intelligenz fordert von uns erweiterte kognitive Fähigkeiten. Foto: geralt/pixabay.com

Die Nutzung künstlicher Intelligenz fordert von uns erweiterte kognitive Fähigkeiten. Foto: geralt/pixabay.com

Wirtschaftspädagoge der Uni Graz zeigt Schlüssel-Kompetenzen für die Nutzung künstlicher Intelligenz auf

Vom Routenplaner über den digitalen Assistenten bis hin zu Business-Intelligence-Systemen – Computer erbringen im persönlichen Alltag ebenso wie im Geschäftsleben beeindruckende Leistungen. Doch auch wenn sie uns Menschen in „Rechenleistung“ überlegen sind, können wir nicht alles an diese künstliche Intelligenz (KI) outsourcen. Gernot Dreisiebner, MSc, MSc, hat in seiner Masterarbeit am Institut für Wirtschaftspädagogik der Karl-Franzens-Universität Graz untersucht, welche Schlüssel-Kompetenzen wir in Zukunft verstärkt brauchen werden, um die Möglichkeiten von KI-Systemen erfolgreich nutzen zu können.

Die modernen Informationstechnologien liefern Wissen – gezielt und gefiltert, je nach Anfrage. Doch Wissen allein ist in diesem Fall noch nicht Macht. Der Wirtschaftspädagoge Gernot Dreisiebner hat am Beispiel der Ausbildung in der Handelsakademie untersucht, welche Kompetenzen für SchülerInnen einerseits beim Lernen in der Schule und andererseits in ihrem zukünftigen Berufsfeld entscheidend sind, um erfolgreich zu sein.

Informationskompetenz nennt die Wissenschaft eine dieser notwendigen Fähigkeiten: „Zunächst müssen die SchülerInnen lernen, relevante Informationen zu finden, zu verknüpfen und ihre Qualität einzuschätzen – nicht jede Information stammt aus vertrauenswürdigen Quellen“, weiß Dreisiebner. „Die Fähigkeit zum Aufbau einer eigenen Wissensbasis gewinnt somit – auch angesichts der wachsenden Vielfalt an unmittelbar elektronisch abrufbarer Information – zunehmend an Relevanz.“

Eine weitere wesentliche Kompetenz ist die Fähigkeit zu kritischem Denken und Reflexion: „Gerade im Bereich der Wirtschaft ist es zudem wichtig, auch moralisch-ethische Aspekte mit einzubeziehen, um verantwortungsvoll zu handeln“, erklärt Dreisiebner. „Die Fülle an Informationen macht es zu einer immer größeren Herausforderung, konkrete Zusammenhänge zu verstehen.“

Als dritte Schlüssel-Kompetenz in der Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts nennt der Jungforscher daher schlussfolgerndes Denken, um die Auswirkungen des eigenen Tuns abschätzen zu können. Nur so sei es möglich, zukunftsfähige Entscheidungen zu treffen.

In seiner Masterarbeit, die von Univ.-Prof. Dr. Michaela Stock betreut wurde, zeigt Dreisiebner, wie aktuelle KI-Systeme als Basis herangezogen werden können, etwa um dem Management eines Unternehmens relevante Informationen als Grundlage für strategisch kluges Handeln bereitzustellen. Gleichzeitig aber wird deutlich, dass ihr erfolgreicher und verantwortungsbewusster Einsatz ein erweitertes Kompetenzspektrum erforderlich macht.

Die Masterarbeit „Kognitive Anforderungen für den Umgang mit künstlicher Intelligenz. Eine Betrachtung im Kontext der wirtschaftlichen Ausbildung an der Handelsakademie“ ist in den Forschungsschwerpunkt „Lernen – Bildung – Wissen“ der Uni Graz eingebettet.

Erstellt von Gudrun Pichler

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