Beginn des Seitenbereichs:
Seitenbereiche:

  • Zum Inhalt (Zugriffstaste 1)
  • Zur Positionsanzeige (Zugriffstaste 2)
  • Zur Hauptnavigation (Zugriffstaste 3)
  • Zur Unternavigation (Zugriffstaste 4)
  • Zu den Zusatzinformationen (Zugriffstaste 5)
  • Zu den Seiteneinstellungen (Benutzer/Sprache) (Zugriffstaste 8)
  • Zur Suche (Zugriffstaste 9)

Ende dieses Seitenbereichs. Zur Übersicht der Seitenbereiche

Beginn des Seitenbereichs:
Seiteneinstellungen:

Deutsch de
English en
Suche
Anmelden

Ende dieses Seitenbereichs. Zur Übersicht der Seitenbereiche

Beginn des Seitenbereichs:
Suche:

Suche nach Details rund um die Uni Graz
Schließen

Ende dieses Seitenbereichs. Zur Übersicht der Seitenbereiche


Suchen

Beginn des Seitenbereichs:
Hauptnavigation:

Seitennavigation:

  • Universität

    Universität
    • Die Uni Graz im Portrait
    • Organisation
    • Strategie und Qualität
    • Fakultäten
    • Universitätsbibliothek
    • Jobs
    • Campus
    Lösungen für die Welt von morgen entwickeln – das ist unsere Mission. Unsere Studierenden und unsere Forscher:innen stellen sich den großen Herausforderungen der Gesellschaft und tragen das Wissen hinaus.
  • Forschungsprofil

    Forschungsprofil
    • Unsere Expertise
    • Forschungsfragen
    • Forschungsportal
    • Forschung fördern
    • Forschungstransfer
    • Ethik in der Forschung
    • Kommission für wissenschaftliche Integrität
    Wissenschaftliche Exzellenz und Mut, neue Wege zu gehen. Forschung an der Universität Graz schafft die Grundlagen dafür, die Zukunft lebenswert zu gestalten.
  • Studium

    Studium
    • Studieninteressierte
    • Infos für Studierende
    • Welcome Weeks für Erstsemestrige
  • Community

    Community
    • International
    • Am Standort
    • Forschung und Wirtschaft
    • Absolvent:innen
    Die Universität Graz ist Drehscheibe für internationale Forschung, Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft sowie für Austausch und Kooperation in den Bereichen Studium und Lehre.
Jetzt aktuell
  • Jetzt zum Studium anmelden
  • Jetzt die "Youni"-App holen
  • Klimaneutrale Uni Graz
  • Forscher:innen gefragt
  • Arbeitgeberin Uni Graz
Menüband schließen

Ende dieses Seitenbereichs. Zur Übersicht der Seitenbereiche

Beginn des Seitenbereichs:
Sie befinden sich hier:

Universität Graz Neuigkeiten Im Gedenken an Verfolgung: die jüdische und blinde Studentin Gisela Kaufmann

Ende dieses Seitenbereichs. Zur Übersicht der Seitenbereiche

Donnerstag, 06.11.2025

Im Gedenken an Verfolgung: die jüdische und blinde Studentin Gisela Kaufmann

Gisela Kaufmann

Gisela Kaufmann hatte im Juli 1938 promoviert, nach dem Novemberpogrom wurden Jüdinnen und Juden vollständig vom Universitätsbesuch ausgeschlossen. Foto: Familie Kaufmann

In der Nacht von 9. auf 10. November 1938 ging die Grazer Synagoge in Flammen auf. Mit dem alljährlichen Gedenken an die sogenannte Pogromnacht bleibt die Erinnerung an die Verfolgung und Ermordung von sechs Millionen Jüdinnen und Juden wach. Unvergessen ist auch, dass 1938 an der Universität Graz jüdische Lehrende sowie Studierende entlassen und vertrieben wurden. Eine davon war die blinde Studentin Gisela Kaufmann. Ein Stolperstein vor dem Hauptgebäude erinnert an ihr Schicksal.

Gisela Kaufmann, 1907 in Graz geboren, war vom Wintersemester 1931/32 bis zum Sommersemester 1935 an der Philosophischen Fakultät als ordentliche Hörerin inskribiert, schreibt Marco Jandl auf der Webseite zur Geschichte der Uni Graz.

Der Zeithistoriker hat sich intensiv mit der Biographie Kaufmanns beschäftigt: „Als blinde Studentin war sie damals eine absolute Ausnahmeerscheinung im Hochschulbereich.“ Sie arbeitete mehrere Jahre lang an ihrer literaturwissenschaftlichen Dissertation zur „Anordnung der Gedichte Mörikes in der ersten Sammlung“. 
Unmittelbar vor den Tagen des „Anschlusses“ legte Kaufmann am 10. März 1938 das einstündige Rigorosum ab. Nach Vorlage der fertigen Dissertation und der Absolvierung des zweistündigen Rigorosums wurde ihr am 6. Juli 1938 die Doktorwürde verliehen, wobei die Promotion nach dem „Anschluss“ für Jüdinnen und Juden ohne Festakt erfolgte, wie Marco Jandl berichtet.

In der Promotionsurkunde wird der Physiker und Nobelpreisträger Erwin Schrödinger als Promotor angeführt, der kurz darauf wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ entlassen wurde. Nachdem jüdische Studierende im Sommersemester noch zu den Abschlussprüfungen zugelassen worden waren, wurden Jüdinnen und Juden nach dem Novemberpogrom vollständig vom Universitätsbesuch ausgeschlossen.
Nach ihrer Promotion wollten Gisela Kaufmann und ihr Vater Nathan nach Kanada zu bereits ausgewanderten Familienmitgliedern fliehen. Als blinde Jüdin wurde ihr allerdings die Einreise verweigert. So kam Gisela nach Wien in das einst weltweit renommierte „Israelitische Blindeninstitut“, das die Nationalsozialisten zu einem Heim für Blinde und hochgradig Sehbehinderte, gebrechliche und beeinträchtigte Menschen umfunktioniert hatten. Dort lernte Gisela Kaufmann den blinden Juden Oskar Zeckendorf kennen. Die beiden heirateten am 7. Mai 1941. Gisela Kaufmann verstarb nur kurze Zeit später am 3. Oktober 1941 im Wiener AKH an den Folgen eines Tumors.

⇒ Über weitere wichtige Akteur:innen in der Geschichte der Uni Graz mehr erfahren 

⇒ An die Geschichte Gisela Kaufmanns wird zusammen mit dem Schicksal der taubblinden Dichterin Irene Ransburg in einer von Marco Jandl und Birgit Roth herausgegebenen Gedenkschrift erinnert, die von Graz University Library Publishing als frei zugängliche Online-Publikation veröffentlicht wurde. 

Stolpersteine vor dem Hauptgebäude ©© Helmut Lunghammer
© Helmut Lunghammer
Stolpersteine vor dem Hauptgebäude erinnern an die Verteibung jüdischer Studierender und Lehrender. Foto: Uni Graz/Lunghammer
Marco Jandl ©ALEXANDER DANNER
©ALEXANDER DANNER
Marco Jandl ist Zeithistoriker am Centrum für jüdische Studien und hat sich intensiv mit der Biographie von Gisela Kaufmann beschäftigt. Foto: Alexander Danner
Erstellt von Andreas Schweiger

Weitere Artikel

Jurassic Sounds: Biologe rekonstruiert Insekten-Gesänge vor 165 Millionen Jahren

Es war wohl nicht nur das Brüllen der Dinosaurier, das im Zeitalter des Jura die tierische Geräuschkulisse ausmachte. Grillen und Heuschrecken kommunizierten in vielfältigen Gesängen und höchsten Tönen, wie Thorin Jonsson vom Institut für Biologie der Universität Graz gemeinsam mit Kolleg:innen der Universitäten in Lincoln, Bristol (UK), Peking (China) und Tempe (USA) herausfand. Die Erkenntnisse über die bislang ältesten Klangspuren der Erde wurden soeben im Journal PNAS veröffentlicht.

EU-Förderung stärkt internationalen Austausch unter Universitäten

Die Universität Graz baut mit der europäischen Hochschulallianz Arqus internationale Studienmöglichkeiten weiter aus und übernimmt den Lead in zwei wichtigen Projekten. Studierende profitieren künftig von noch mehr gemeinsamen Studienprogrammen sowie von vereinfachter Anerkennung von Leistungen durch das Joint European Degree Label.

Gewinn und Gefahr: Forschende der Uni Graz haben KI-Wahrnehmung in der Bevölkerung erhoben

Der Einsatz von künstlicher Intelligenz muss seit 2. August 2026 transparent gemacht werden. Wie riskant eine Anwendung ist und welche Sicherheitsmaßnahmen in der Folge gelten, regelt der seither gültige AI Act der EU ebenfalls. Die Einschätzung der Gefahren durch die Gesetzgebung weicht allerdings teilweise deutlich von der Wahrnehmung in der österreichischen Bevölkerung ab. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie, die Datenwissenschaftler Stefan Thalmann von der Universität Graz mit seinem Team durchgeführt hat.

Heilsames Meer: Forscher entdeckt in Schwämmen neue Ansätze gegen chronische Entzündungen

Bei vielen Krankheiten spielen chronische Entzündungen eine zentrale Rolle, von Stoffwechselstörungen über Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zu Gewebeschäden nach Verletzungen oder Infektionen. „Normalerweise kann der Körper Entzündungen selbst wieder beenden. Gerät dieser Prozess aus dem Gleichgewicht, bleiben Abwehrzellen dauerhaft aktiv und treiben negative Veränderungen im Gewebe weiter an“, erklärt der Pharmazeut Andreas Koeberle von der Universität Graz.

Beginn des Seitenbereichs:
Zusatzinformationen:

Universität Graz
Universitätsplatz 3
8010 Graz
  • Anfahrt und Kontakt
  • Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
  • Moodle
  • UNIGRAZonline
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Cookie-Einstellungen
  • Barrierefreiheitserklärung
Wetterstation
Uni Graz

Ende dieses Seitenbereichs. Zur Übersicht der Seitenbereiche

Ende dieses Seitenbereichs. Zur Übersicht der Seitenbereiche

Beginn des Seitenbereichs:

Ende dieses Seitenbereichs. Zur Übersicht der Seitenbereiche