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Montag, 29.06.2020

Hier und dort

Wenn globale Lieferketten zusammenbrechen, spüren wir die Auswirkungen schnell. Glokalisierung könnte uns dabei helfen, neue Wirtschaftskonzepte für die Zukunft zu entwerfen. Foto: Tom Fisk/pexels.com

Wenn globale Lieferketten zusammenbrechen, spüren wir die Auswirkungen schnell. Glokalisierung könnte uns dabei helfen, neue Wirtschaftskonzepte für die Zukunft zu entwerfen. Foto: Tom Fisk/pexels.com

Was kann Glokalisierung? Romana Rauter und Arijit Paul sprechen darüber im Podcast "Hör-Saal: 15 Minuten Forschung"

Im Podcast-Format "Hör-Saal: 15 Minuten Forschung" haben ForscherInnen der Universität Graz seit Mitte März ein Mal pro Woche verschiedene Fragen rund um die Corona-Krise aufgeworfen, diskutiert und beantwortet. Nachdem sich die Covid-19-Situation in Österreich zum Glück sehr positiv entwickelt hat, wird das Gesprächsformat jetzt erweitert: Seit vergangener Woche geht es um auch aktuelle sowie um allgemein spannende Wissenschaftsthemen, um neue Ergebnisse und Erkenntnisse und darum, die Persönlichkeiten hinter der Forschungsarbeit etwas näher kennenzulernen.

Diese Woche sprechen Romana Rauter und Arijit Paul, beide vom Institut für Systemwissenschaften, Innovations- und Nachhaltigkeitsforschung, über das Konzept der Glokalisierung. Die Kombination aus lokaler Produktion und globalem Austausch könnte uns in Zukunft fitter für etwaige weitere Krisen im Ausmaß der Covid-19-Pandemie machen, meinen die beiden ForscherInnen. "Die Corona-Krise hat uns gezeigt, dass unser auf Effizienz ausgerichtetes Wirtschaftssystem schon bei geringen Störungen sofort reagiert. Wir bemerken dann unsere Abhängigkeit von globalen Lieferketten, die sich auf einige wenige, internationlale Knotenpunkte stützen", schildert Rauter. In einem ersten Schritt wäre es daher wichtig, diese "Hubs" dezentraler zu gestalten und auf mehrere Standorte aufzuteilen. "Dazu wären zwar große Investitionen nötig, zum Beispiel in digitale Infrastrukturen, aber wir hätten eine bessere Balance zwischen globalen und lokalen Wirtschaftsverhältnissen", ergänzt Paul. Auch der Klimawandel hängt eng mit Glokalisierung zusammen. Wenn zum Beispiel Gütertransporte reduziert und Energie aus nachhaltigen Ressourcen vor Ort gewonnen werden würde, könnte das wesentlich zum Schutz des Klimas beitragen, schildern die beiden WissenschafterInnen.

 

>> Zum Podcast

>> Mehr Informationen zum Thema

 

>> Mitmachen? Gerne!
Wenn Sie Interesse an einem Gespräch über Ihr Forschungsthema haben, schreiben Sie bitte ein E-Mail an die Redaktion - Vorschläge und Ideen sind jederzeit gerne willkommen!

 

Folgen zum Nachhören:

>> Episode #13: Astrophysikerin Astrid Veronig über die Solar Orbiter Mission, die aktuell zur Sonne fliegt
>> Episode #14: Biochemikerin Dagmar Zweytick über einen Wirkstoff, der Krebszellen verwundbar machen könnte

 

Die Corona-Hör-Saal-Folgen:

>> Episode # 01 (23.03.2020) – "Warum hamstern wir?" (mit Sonja Rinofner-Kreidl)
>> Episode # 02 (30.03.2020) – "Was können wir aus Pandemien lernen?" (mit Johannes Gießauf)
>> Episode # 03 (06.04.2020) – "Raubt uns die Krise die Menschenwürde?" (mit Reinhold Esterbauer)
>> Episode # 04 (14.04.2020) – "Wie funktioniert ein Wirkstoff-Screening?" (mit Ulrich Stelzl)
>> Episode # 05 (20.04.2020) – "Was bewirkt flexible Arbeit?" (mit Bettina Kubicek)
>> Episode # 06 (27.04.2020) – "Ist die Digitalisierung die Gewinnerin der Krise?" (mit Petra Schaper-Rinkel)
>> Episode # 07 (04.05.2020) – "Sind Krieg und Krise vergleichbar?" (mit Barbara Stelzl-Marx)
>> Epsiode # 08 (11.05.2020) – "Braucht der Rechtstaat Krisen?" (mit Anita Ziegerhofer)
>> Episode # 09 (18.05.2020) – "Vergessen wir auf die Klimakrise?" (mit Jochen Ostheimer)
>> Episode # 10 (25.05.2020) – "Wie verändert das Virus unsere Wirtschaft?" (mit Jörn Kleinert)
>> Episode # 11 (02.06.2020) – "Folgt dem Virus in Südosteuropa die Autokratie?" (mit Florian Bieber)
>> Episode #12 (08.06.2020)  – "Wie begegnen wir uns nach der Pandemie?" (mit Anke Strüver)

Erstellt von Gerhild Leljak

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