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Universität Graz Neuigkeiten Guter Winter für die Honigbienen: Sterblichkeit in Österreich unter zehn Prozent

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Mittwoch, 20.05.2026

Guter Winter für die Honigbienen: Sterblichkeit in Österreich unter zehn Prozent

Honigbiene sammelt Pollen auf einer weißen Blüte. ©Martin Erstling

Die Wintersterblichkeit der Bienenvölker ist eine Herausforderung für Österreichs Imker:innen. Heuer sind die Insekten verhältnismäßig gut durch die kalte Jahreszeit gekommen. Foto: Martin Erstling/Adobe Stock

Am 20. Mai ist Welttag der Biene. Die heimischen Imker:innen können ihn heuer getrost begehen, denn ihre Völker kamen vergleichsweise gut über den Winter.

Mehr als 90 Prozent der Bienenvölker in Österreich kamen gesund über den vergangenen Winter. Das ergibt die aktuelle Studie von Uni-Graz-Biologen Robert Brodschneider. Die Sterblichkeit war mit 9,1 Prozent in Salzburg und Kärnten am geringsten, mit 11,1 Prozent in Wien am höchsten. Im bundesweiten Schnitt lag sie bei 9,7 Prozent. „Damit ist sie in der Statistik der letzten 19 Jahre auf dem viert-niedrigsten Rang und gut drei Prozentpunkte besser als im Winter 2024/25“, fasst der Forscher zusammen. Auffällig waren heuer – trotz einiger Ausreißer in einzelnen Bezirken – die geringen regionalen Unterschiede. Im letzten Jahr verzeichnete der Osten des Landes hohe Verlustraten, Wien sogar knapp 30 Prozent. In Kärnten hingegen lagen sie bei lediglich 8,5 Prozent. „Die Gründe dafür sind vielfältig, und reichen von klimatischen bis hin zu epidemiologischen Ursachen, wie dem Auftreten von Bienenkrankheiten und Parasiten, allen voran der Varroamilbe“, vermutet Brodschneider. Kleine Imkereien verzeichneten signifikant höhere Verluste. 

Der Biologe erhebt seit 2007/2008 die Wintersterblichkeit von Bienenvölkern nach internationalen wissenschaftlichen Standards. Heuer stellten mehr als 1100 Imkereien ihre Daten zur Verfügung. Sie werden zur Risikoanalyse verwendet sowie um Best-Practice-Methoden für die nachhaltige Bienenzucht zu entwickeln. Die Untersuchung wird 2027 fortgesetzt.

Erstellt von Dagmar Eklaude

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