Das neue Gedenkstipendium knüpft an die langjährige Städtepartnerschaft zwischen Graz und Montclair (New Jersey, USA) an und soll Studierenden die Möglichkeit geben, internationale Erfahrungen zu sammeln und interkulturellen Austausch aktiv zu leben. Es ist in erster Linie für Lehramtsstudierende konzipiert.
Bürgermeisterin Elke Kahr betonte im Rahmen der Unterzeichnung die große Wirkung, die Dorit Wiener auf ihr Umfeld hatte: „Ihre Frau beziehungsweise Mutter war eine besondere Frau. Das haben wir von vielen Seiten in den letzten Monaten gehört. Sie konnte vielen Menschen etwas mitgeben. Und da sie selbst ein Auslandsjahr in Montclair absolviert hat, wird dieses Gedenkstipendium ganz sicher inhaltlich in ihrem Interesse sein. Wir hatten im Rathaus erst vor wenigen Wochen Besuch von einer Schulklasse aus New York. Der offene und interessierte Ansatz der amerikanischen Schülerinnen und Schüler war etwas Besonderes und Bereicherndes.“
Den Gedanken der Menschlichkeit weitertragen
Peter Riedler, Rektor der Universität Graz, unterstrich mit seinen Worten, welche Werte durch das Stipendium sichergestellt werden sollen: „Mit dem Dorit-Wiener-Gedenkstipendium verbinden die Stadt Graz und Universität Graz Erinnerung mit Zukunft: Wir eröffnen unseren Studierenden die Möglichkeit, internationale Erfahrungen zu sammeln, Horizonte zu erweitern und den Gedanken von Menschlichkeit, Bildung und Austausch weiterzutragen. Zugleich baut dieses Stipendium auf dem langjährigen Forschungs- und Studierendenaustausch mit Montclair auf und stärkt eine Partnerschaft, die für Offenheit und Verständigung über die Grenzen Europas hinaussteht.“
Für die Familie Wiener ist das Stipendium ein bedeutender Schritt, der die Erinnerung an Dorit Wiener mit einem positiven Ausblick verbindet. Ihr Ehemann Dietmar Wiener fand bei der Unterzeichnung persönliche Worte: „Es fällt mir immer noch schwer, daran zu denken. Aber zumindest ist es heute ein angenehmer Anlass zurückzudenken und eine Anerkennung für Dorits Arbeit. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken. Die Stadt Graz hat alles getan, um diese Sache für uns irgendwie erträglich zu machen. Unsere Familie steht eng zusammen und alles weitere wird die Zeit und die positive Erinnerung an Dorit besorgen.“
Den Horizont erweitern
Auch ihr Sohn Peter Wiener unterstrich die Bedeutung von Offenheit und internationalen Erfahrungen. Dies seien Werte, die seine Mutter besonders geprägt haben: „Wir haben die USA natürlich auch bereits besucht. Es war meiner Mutter immer ein Anliegen, dass wir unseren Horizont erweitern und etwas von der Welt sehen. Darum ist der interkulturelle Austausch, der zentraler Bestandteil dieses Stipendiums ist, auch besonders wichtig. Durch diese Möglichkeit soll jemand weltoffener werden und einen Input für das restliche Leben mitnehmen.“
Ein Videostatement des Rektors der Montclair State University, Jonathan Koppell, unterstreicht zudem die internationale Dimension des Stipendiums und die enge Verbindung zwischen den Partnerinstitutionen: „Wir ehren das Leben von Dorit Wiener mit diesem Stipendium. Dorit war eine eindrucksvolle Lehrerin, die einen nachhaltigen Eindruck bei all ihren Student:innen hinterließ. Ihr tragischer Verlust war nicht nur in Graz, sondern auch hier in Montclair zu spüren. Dieses Stipendium wird sicherstellen, dass Dorits Andenken und ihre Werte immer erhalten bleiben.“
Mit dem Dorit-Wiener-Gedenkstipendium entsteht damit ein nachhaltiges Zeichen: Es erinnert an eine engagierte Pädagogin und trägt zugleich dazu bei, jungen Menschen neue Perspektiven zu eröffnen und den interkulturellen Dialog weiter zu stärken.
Mehr Informationen
Details zur Städtepartnerschaft Graz-Montclair
Webseite der Montclair State University
Infos zu den Stipendien auf der Webseite des Büros für Internationale Beziehungen der Uni Graz