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Universität Graz Neuigkeiten Gewinn durch Bewegung

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Mittwoch, 12.10.2016

Gewinn durch Bewegung

SVA-Generaldirektor-Stv. Thomas Neumann, Direktor Wolfgang Seidl, Leiter der SVA-Landesstelle Steiermark, Sportwissenschafterin Sylvia Titze und Vizerektor Peter Riedler (v.l.) bei der Eröffnung des Symposiums. Foto: Uni Graz/Pichler

SVA-Generaldirektor-Stv. Thomas Neumann, Direktor Wolfgang Seidl, Leiter der SVA-Landesstelle Steiermark, Sportwissenschafterin Sylvia Titze und Vizerektor Peter Riedler (v.l.) bei der Eröffnung des Symposiums. Foto: Uni Graz/Pichler

Erste Ergebnisse des Projekts JACKPOT wurden bei einem Symposium vorgestellt

Ein Kuraufenthalt bietet neben verschiedenen Therapien meist auch unterschiedliche Bewegungsangebote, die von vielen gerne genutzt werden. Wieder zuhause, fehlt jedoch meist die Motivation weiterzumachen. Schade, denn regelmäßige körperliche Aktivität hält fit, beugt Krankheiten vor und erhöht die Chancen, bis ins Alter gesund zu bleiben. Mindestens 150 Minuten Bewegung mittlerer Intensität pro Woche empfehlen die ExpertInnen. Um Menschen nach einer Kur dabei zu unterstützen, langfristig körperlich aktiv zu sein, wurde die Initiative JACKPOT ins Leben gerufen. Als gemeinsames Pilotprojekt der Sozialversicherungsträger, der drei Sportdachverbände und der Karl-Franzens-Universität Graz bietet JACKPOT Personen, die eine Kur hinter sich haben, seit knapp einem Jahr in der Steiermark ein standardisiertes Bewegungsprogramm an – mit Erfolg. Am 11. Oktober 2016 wurden bei einem Symposium an der Uni Graz erste Evaluationsergebnisse präsentiert.

Vizerektor Peter Riedler begrüßte die TeilnehmerInnen im Meerscheinschlössl und unterstrich das Bekenntnis der Karl-Franzens-Universität zu ihrer sozialen Verantwortung: „Es ist uns ein wesentliches Anliegen, uns hier am Standort einzubringen, und es freut uns besonders, dass die Sportwissenschaften, aber auch die Medizin, mit der wir intensiv kooperieren, in diesem Projekt eine entscheidende Rolle spielen.“

Ao.Univ.-Prof. Dr. Sylvia Titze vom Institut für Sportwissenschaft, die mit Mag. Wolfgang Ruf und ihrem Team für die Evaluierung des Programms verantwortlich ist, berichtete über die bisherigen erfreulichen Resultate. „Unsere StudienteilnehmerInnen, die nach ihrer Kur das JACKPOT-Trainingsprogramm absolviert haben, bewegten sich durchschnittlich um fast eine Stunde pro Woche mehr als vor der Kur und erreichten damit die Mindestempfehlung von 150 Minuten. Bei jenen der Kontrollgruppe – sie nahmen nicht am Training teil – hat sich die Bewegungsdauer nur um durchschnittlich etwas mehr als eine halbe Stunde pro Woche erhöht“, so Titze.
Für ihre Untersuchungen haben die ForscherInnen erhoben, wie viel sich die StudienteilnehmerInnen vor der Kur sowie sieben Wochen nachher bewegten. Dazu trugen die ProbandInnen ein Bewegungsmessgerät, das körperliche Aktivitäten mittlerer und höherer Intensität, die mindestens zehn Minuten am Stück dauern, erfasst. Ein Jahr nach der Kur wird eine weitere Messung folgen.
Das JACKPOT-Bewegungsprogramm besteht aus Kraft - und Ausdauertraining in zwei Einheiten zu je 90 Minuten pro Woche. Die ersten zwölf Einheiten können gratis besucht werden. Besonders erfreulich sei, so Titze, dass über die Hälfte der TeilnehmerInnen auch nach dem Ende des kostenlosen Angebots weiter trainieren.

Gefördert wird JACKPOT aus dem Gesundheitsförderungsfonds und dem Bundessportförderungsfonds. 44 Kureinrichtungen in ganz Österreich unterstützen das Projekt. Über 400 Personen im Alter von durchschnittlich 58 Jahren besuchten bis vor den Sommerferien 2016 die Kurse, die von 13 Vereinen in Deutschlandsberg, Bad Waltersdorf, Teufenbach, Voitsberg, Graz, Vorau, Liezen/Tauplitz/Niederöblarn und Knittelfeld angeboten werden. Drei weitere steirische Regionen sollen folgen. Bewährt sich das Pilotprojekt längerfristig, ist eine Ausweitung auf andere Bundesländer geplant.

Erstellt von Gudrun Pichler

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