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Universität Graz Neuigkeiten Es wurde wieder gewählt

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Freitag, 09.12.2016

Es wurde wieder gewählt

Die Bundespräsidentenwahl schlug sich mit besonderer Deutlichkeit in der Entscheidung für das Wort des Jahres 2016 nieder. Foto: Uni Graz

Die Bundespräsidentenwahl schlug sich mit besonderer Deutlichkeit in der Entscheidung für das Wort des Jahres 2016 nieder. Foto: Uni Graz

Bundespräsidentenstichwahl-Wiederholungsverschiebung ist das österreichische Wort des Jahres 2016

Die Entscheidung für das Wort des Jahres fiel diesmal nicht schwer: Bundespräsidentenstichwahl-Wiederholungsverschiebung wurde „mit überwältigender Mehrheit an die erste Stelle gesetzt“, so die Jury, die sich aus ExpertInnen der Uni Graz und der Austria Presse Agentur zusammensetzte. Das Wort erhielt über ein Drittel der mehr als 10.000 abgegebenen Stimmen. Es sei „sowohl inhaltlich als auch aufgrund seiner Länge ein Sinnbild und ironischer Kommentar für die politischen Ereignisse dieses Jahres, das vom überaus langen Wahlkampf für die Bundespräsidentenwahl, der Anfechtung der Stichwahl, deren Wiederholung und zusätzlich auch noch von der Verschiebung derselben gekennzeichnet ist“, begründete die Fachjury unter Leitung von Ass.-Prof. i.R. DDr. Rudolf Muhr von der Forschungsstelle Österreichisches Deutsch der Uni Graz die Wahl. Auf Platz 2 landete „Bundesheinzi“, gefolgt von „arschknapp“.

Zum Unwort des Jahres wurde „Öxit“ gewählt. Analog zu „Grexit“ und „Brexit“ meint es den Austritt Österreichs aus der EU. „Zum Unwort wird es vor allem durch seine unreflektierte und häufige Verwendung, was vorhandene Tendenzen und Bestrebungen verstärkt und den Austritt aus der EU gewissermaßen herbeiredet, obwohl es seitens der Bevölkerung dazu keine Mehrheit gibt“, erklärte die Jury. „Asylobergrenze“ belegt Platz 2, „Willkommensklatscher“ Platz 3.

„Was ist das für 1 Life“ machte das Rennen zum Jugendwort des Jahres. Der Satz „geht auf den gleichnamigen Titel eines angeblichen Buches von Stephan Fichtner zurück, das als ,Pseudo-Gewinnspiel‘ große Verbreitung erzielte. Glaubt man Meldungen in den sozialen Medien, habe es eine Sprachspielerei des Rappers Moneyboy aufgegriffen. Von den Jugendlichen wird damit eine gewisse resignative Grundhaltung zum Leben ausgedrückt, das oft als mühsam, stressig und als wenig hoffnungsvoll empfunden wird“, so die Jury.

Der Spruch des Jahres „Bundespräsidentenwahl 2016-2019: Ich war dabei!“ sowie der Unspruch „Sie werden sich noch wundern, was alles möglich ist“ (getätigt von Kandidat Norbert Hofer) zeugen – wie das Wort des Jahres – von der außergewöhnlichen Bedeutung der Wahl im gesellschaftlichen Leben.

Erstellt von Gudrun Pichler

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