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Universität Graz Neuigkeiten Erhellende Forschung

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Freitag, 03.06.2016

Erhellende Forschung

Preisträgerin Verena Leitgeb mit Wolfgang Kautek, Präsident der ESG. Fotos: ESG

Preisträgerin Verena Leitgeb mit Wolfgang Kautek, Präsident der ESG. Fotos: ESG

V.l.: Eva-Kathrin Sinner, ESG-Vizepräsidentin, Verena Leitgeb, Franz Aussenegg, ehrenamtlicher Leiter des Erwin Schrödinger Instituts für Nanostrukturforschung an der Uni Graz

V.l.: Eva-Kathrin Sinner, Vizepräsidentin der ESG, Verena Leitgeb und Franz Aussenegg, ESG-Vorstandsmitglied und ehrenamtlicher Leiter des Erwin Schrödinger Instituts für Nanostrukturforschung, das seit 1991 an der Uni Graz angesiedelt ist.

Die Physikerin Verena Leitgeb wurde von der Erwin Schrödinger Gesellschaft für Nanowissenschaften ausgezeichnet

Optische Biosensoren, die auf plasmonischen Partikeln – das sind Elektronenschwingungen auf winzigen Metallteilchen – beruhen, zeigen ein hohes Potenzial zum Nachweis von Molekülen, weil sie bereits auf kleinste Mengen einer Substanz reagieren. Damit sind sie prädestiniert für den Einsatz zur hochpräzisen Analyse verschiedenster Stoffe. Dr. Verena Leitgeb, die im Februar 2016 ihr Doktoratsstudium an der Uni Graz abschloss, forschte in der Arbeitsgruppe Nano-Optik unter der Leitung von Ao.Univ.-Prof. Dr. Joachim Krenn an der Entwicklung und Optimierung neuer optischer Sensoren. Ihre Dissertation betreute Ao.Univ.-Prof. Dr. Alfred Leitner. Als Erstautorin einer bedeutenden Publikation im Fachjournal „Nanoscale” wurde Leitgeb von der Erwin Schrödinger Gesellschaft (ESG) für Nanowissenschaften ausgezeichnet. Die Verleihung des ESG-Nano-Preises 2016 fand am 25. Mai in Wien im Rahmen des Symposiums „Zero Dimensional Nanostructures: Science and Technology of Nanoparticles“ statt.

In der Publikation „Three dimensional sensitivity characterization of plasmonic nanorods for refractometric biosensors“ hat Leitgeb ein räumlich aufgelöstes Profil der Sensitivität plasmonischer Goldstäbchen erstellt, indem sie gezielt Biomolekül-Modelle an verschiedenen Stellen der Sensorpartikeloberfläche positionierte. Das Ergebnis ihrer Untersuchungen schafft grundlegende Voraussetzungen für die weitere Erforschung des Potenzials plasmonischer Sensorpartikel.

Der ESG-Nano-Preis wird für herausragende innovative Arbeiten aus dem Bereich der Nanowissenschaft und -technologie zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses vergeben. Das Preisgeld wird vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie zur Verfügung gestellt. Verena Leitgeb teilt sich die mit insgesamt 4.400 Euro dotierte Auszeichnung, verliehen in den Kategorien „Naturwissenschaften“ und „Lebenswissenschaften“, mit vier weiteren jungen ForscherInnen.

Publikation
“Three dimensional sensitivity characterization of plasmonic nanorods for refractometric biosensors“, Nanoscale 8 (2016) 2974; DOI: 10.1039/C5NR06401E
V. Leitgeba, A. Trüglera, S. Köstlerb, M.K. Kruga, U. Hohenestera, A. Hohenaua, A. Leitnera, J.R. Krenna
a University of Graz, Institute of Physics, Graz, Austria
b JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH, MATERIALS-Institut für Oberflächentechnologien und Photonik, Graz, Austria

Erstellt von Gudrun Pichler

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